Rhythmus bezieht sich auf die Länge der Zeit zwischen den einzelnen großen "Schlägen" oder Akzenten, z.B. in einem Musikstück. Es ist die Abfolge von Tönen und Stille, die den Rhythmus ausmachen. Der erste Schlag einer Gruppe regelmässiger, gleichmässiger Schläge fühlt sich normalerweise stärker an als die anderen. Wenn wir Musik aufschreiben, setzen wir jede Gruppe in Takte (oder "Takte").

Rhythmen können verschiedene Muster haben, die geklatscht oder geklopft werden können. In der westlichen Musik sind diese Muster häufig anzutreffen:

  • 1 2, 1 2
  • 1 2 3, 1 2 3
  • 1 2 3 4, 1 2 3 4.

Ein Dirigent wird die Zeit schlagen. Der Rhythmus passt sich diesem regelmäßigen Takt an.

Alle Musiker müssen ein gutes Rhythmusgefühl haben. Um rhythmisch zu spielen oder zu singen, müssen sie einen gleichmäßigen Rhythmus im Kopf behalten (wenn sie alleine spielen), den anderen Spielern zuhören (wenn sie in Gruppen spielen) oder dem Dirigenten zusehen (wenn es einen gibt).

Menschen, die alleine spielen, können mit einem Metronom üben, um einen gleichmäßigen Takt zu erreichen. Musikerinnen und Musiker verwenden jedoch auch Rubato (rhythmische Freiheit), insbesondere wenn sie Musik romantischer Natur spielen. Man muss lernen, die Musik auf die richtige Art und Weise "atmen" zu lassen. Das ist nicht dasselbe wie unrhythmisches (schlechtes) Spielen. Es ist etwas, das man mit Erfahrung lernt.

Das Gefühl für den Rhythmus in der Musik ist grundsätzlich menschlich. Ein Mensch, der einen Schlaganfall hat, verliert zwar die Sprache, aber nicht das Rhythmusgefühl. Der Neurologe Oliver Sacks sagt, dass Schimpansen und andere Tiere kein Rhythmusgefühl haben.