Scarface ist ein amerikanischer Krimi von 1983. Regie führte Brian De Palma, geschrieben von OliverStone, produziert von Martin Bregman und mit Al Pacino in den Hauptrollen. Die Geschichte handelt von Tony Montana, einem kubanischen Kriminellen, der nach Miami, Florida, umzieht und sein eigenes Kokain-Geschäft aufbaut. Es ist ein loses Remake des Films Scarface von 1932. Der Film brachte 85 Millionen Dollar ein.

Handlung (Kurzfassung)

Der Film folgt Tony Montana, einem Flüchtling aus Kuba, der während des Mariel-Bootsflucht-Ereignisses in Miami ankommt. Durch Skrupellosigkeit und Gewalt steigt Tony in der kriminellen Unterwelt schnell auf: Er beginnt als Handlanger, arbeitet sich zu einem wichtigen Mann im Drogenhandel hoch, übernimmt das Geschäft eines alten Bosses und baut schließlich ein eigenes, immer mächtigeres Kokain-Imperium auf. Mit dem Erfolg wachsen Arroganz, Paranoia und Drogenkonsum; persönliche Beziehungen, Loyalitäten und Moral zerbrechen. Die Geschichte endet in einem blutigen Showdown, der Tonys Aufstieg und Fall markiert.

Wichtige Personen (Auswahl)

  • Regie: Brian De Palma
  • Drehbuch: OliverStone
  • Produzent: Martin Bregman
  • Hauptdarsteller: Al Pacino als Tony Montana
  • Weitere zentrale Rollen: Steven Bauer (Manny Ribera), Michelle Pfeiffer (Elvira Hancock), Mary Elizabeth Mastrantonio (Gina), Robert Loggia (Frank Lopez), Paul Shenar (Alejandro Sosa)
  • Musik: Giorgio Moroder (Soundtrack, u. a. der Song „Push It to the Limit“)

Produktion und Stil

Scarface ist bekannt für seine stilisierte Darstellung von Gewalt, seine intensive Bildsprache und die überzeichnete Darstellung des amerikanischen Traummodells durch kriminelle Exzesse. Brian De Palmas Inszenierung kombiniert Gangsterklischees mit einem modernen, fast opernhaften Erzählton. Das Drehbuch von Oliver Stone verlegte die Geschichte der Originalvorlage von 1932 in die Welt des Drogenhandels der 1980er Jahre in Miami.

Rezeption und Kontroversen

Bei Erscheinen sorgte der Film für intensive Diskussionen: Kritik richtete sich gegen die offene Gewaltdarstellung, die explizite Sprache und die Darstellung von kubanischen Flüchtlingen. Einige Verantwortliche und Kritiker verurteilten die Brutalität, andere lobten Pacinos kraftvolle Darstellung und De Palmas Regie. Trotz (oder wegen) der Kontroversen entwickelte sich Scarface im Laufe der Jahre zu einem Kultfilm und einem einflussreichen Werk der Gangsterfilmgeschichte.

Einfluss auf Popkultur

Der Film beeinflusste Mode, Musik (insbesondere Hip-Hop), Filmzitate und Videospiele. Viele Szenen, Dialogzeilen und Bildkompositionen wurden ikonisch. Zu den bekanntesten Zitaten gehört der Ausruf „Say hello to my little friend!“, der auch in der Popkultur oft wiederaufgenommen wird. Musiker und Künstler referenzieren Tony Montanas Aufstieg, Luxusästhetik und die Themen von Macht und Selbstzerstörung immer wieder.

Soundtrack & markante Szenen

  • Die Filmmusik wurde von Giorgio Moroder produziert; prägnant ist der Song „Push It to the Limit“.
  • Besonders einprägsam sind die finalen Gewaltszenen, Tony Montanas prahlerischer Lebensstil sowie die Darstellung seiner zerrütteten Beziehungen.

Fakten & Gesamtbewertung

  • Genre: Gangsterfilm / Krimi
  • Jahr: 1983
  • Einspielergebnis: Der Film spielte weltweit etwa 85 Millionen Dollar ein.
  • Status: Anfänglich umstritten, heute ein Kultklassiker mit großem Einfluss auf nachfolgende Werke und Subkulturen.

Fazit: Scarface bleibt ein prägnantes, kontroverses Porträt von Macht, Gier und Selbstzerstörung. Der Film ist sowohl wegen seiner filmischen Umsetzung als auch wegen Al Pacinos intensiver Darstellung bis heute ein Bezugspunkt in der Popkultur und im Gangsterfilm-Genre.