Der Kommunismus ist eine sozialpolitische Bewegung. Sein Ziel ist es, eine Version der Gesellschaft zu schaffen, die auf dem gemeinsamen Besitz der Produktionsmittel basiert und sich nicht auf soziale Klassen oder Geld stützt.

Nach Ansicht kommunistischer Schriftsteller und Denker ist das Ziel des Kommunismus die Schaffung einer staaten- und klassenlosen Gesellschaft. Kommunistische Denker glauben, dass dies geschehen kann, wenn das Volk der Bourgeoisie (der herrschenden Klasse, die die Produktionsmittel besitzt) die Macht entzieht und die Arbeiterkontrolle über die Produktionsmittel etabliert.

Der Kommunismus ist nicht antiindividualistisch. Er sagt jedoch, dass Entscheidungen gut für die gesamte Bevölkerung sein sollten, anstatt nur für einen Teil der Menschen im Land gut zu sein.

Seit 1992 gibt es noch fünf Nationen, die offiziell von kommunistischen Ideologien regiert werden. Vier von ihnen folgen verschiedenen Formen des Marxismus-Leninismus - Vietnam, China, Kuba und Laos. Die fünfte, Nordkorea, folgt nun offiziell dem Juche-Kommunismus, nannte sich aber vor 1991 ebenfalls marxistisch-leninistisch. Viele andere Nationen gaben zu dieser Zeit den Marxismus auf, da seine gescheiterte Durchsetzung zu Korruption der Ideale und zu Autoritarismus, Massenarmut und gewaltsamen Bürgerkriegen führte.