Fidel Castro – Kubas Revolutionär und Präsident (1926–2016)

Fidel Castro – Kubas Revolutionär und Präsident: Biografie, 49 Jahre Macht, Revolution, politische Entscheidungen und Vermächtnis (1926–2016).

Autor: Leandro Alegsa

Fidel Alejandro Castro Ruz ( audio) (13. August 1926 - 25. November 2016) war ein kubanischer Revolutionär und Politiker. Er war von 1959 bis 1976 Premierminister von Kuba und von 1976 bis 2008 Präsident. Während er sich im Sommer 2006 von einer Operation erholte, übergab er vorübergehend die Macht an seinen Bruder Raúl Castro. Am 19. Februar 2008 gab er bekannt, dass er nicht an die Macht zurückkehren werde. Er war 49 Jahre lang an der Macht.

Frühes Leben und Werdegang

Fidel Castro wurde 1926 in Birán, Oriente (heute Provinz Holguín), als Sohn einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität von Havanna, wo er erstmals politisch aktiv wurde und sich gegen Korruption und US-Einfluss in Kuba engagierte. Bereits in den 1940er und frühen 1950er Jahren nahm er an politischen Debatten und Aktionen teil, was seinen Ruf als radikaler Nachwuchspolitiker begründete.

Revolutionärer Aufstieg

1953 führte Castro den bewaffneten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba an, eine gescheiterte Aktion, die ihn inhaftiert ließ. Während seines Prozesses hielt er die bekannte Verteidigungsrede „Die Geschichte wird mich freisprechen“ („La historia me absolverá“). Nach Freilassung infolge einer Amnestie 1955 ging er ins Exil nach Mexiko, bildete dort die Bewegung des 26. Juli und organisierte 1956 die Fahrt mit der Yacht Granma zurück nach Kuba. In der Sierra Maestra führte Castro einen Guerillakrieg gegen das diktatorische Regime von Fulgencio Batista, unterstützt von Persönlichkeiten wie Che Guevara und Camilo Cienfuegos.

Machtergreifung und Regierung

Am 1. Januar 1959 floh Batista ins Exil; die Revolution siegte. Castro übernahm zunächst Schlüsselpositionen in der neuen Regierung, wurde 1959 Premierminister und formte in der Folge rasch eine zentralisierte Regierung. Seine Administration führte rasche Reformen durch, darunter groß angelegte Landreformen und Nationalisierungen von US- und einheimischen Unternehmen. Die enge politische und wirtschaftliche Annäherung an die Sowjetunion führte zu einer dauerhaften Konfrontation mit den Vereinigten Staaten, die in der Folge einen wirtschaftlichen und politischen Druck – inklusive einer jahrzehntelangen Handelsblockade – auf Kuba ausübten.

Innenpolitik: Sozialprogramme und Repression

Unter Castros Führung baute Kuba ein umfassendes System staatlicher Leistungen auf. Wichtige Errungenschaften sind:

  • Der Aufbau eines universellen Gesundheitswesens mit hoher Impf- und Versorgungsdichte.
  • Eine erfolgreiche Alphabetisierungskampagne, die die Analphabetenrate stark verringerte.
  • Kostenlose Bildungssysteme auf allen Ebenen.

Gleichzeitig etablierte sich ein Einparteiensystem unter Führung der Kommunistischen Partei, politische Opposition wurde stark eingeschränkt. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Regime wegen Verfolgung von Dissidenten, Einschränkungen der Pressefreiheit, willkürlichen Verhaftungen und fehlenden Meinungsfreiheiten.

Außenpolitik und internationale Rolle

Cuba unter Castro spielte eine aktive Rolle in der internationalen Politik der 1960er bis 1980er Jahre: das Land unterstützte revolutionäre Bewegungen in Lateinamerika, Afrika und anderswo, entsandte Militärberater (z. B. nach Angola) und arbeitete eng mit der Sowjetunion zusammen. Markante Stationen der Konfrontation mit den USA waren die missglückte Invasion in der Schweinebucht (1961) und die Kuba-Krise (1962), die die Welt an den Rand eines nuklearen Konflikts brachte.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Reformen

Die kubanische Wirtschaft war stark abhängig von sowjetischer Unterstützung bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre. Die darauffolgende „Sonderperiode“ war von tiefen wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt. In den folgenden Jahrzehnten führte Kuba schrittweise begrenzte wirtschaftliche Reformen ein, etwa Erlaubnis für private Kleinunternehmen in einigen Sektoren und die Förderung von Tourismus. Viele umfassendere Reformen wurden jedoch erst unter Raúl Castro konsequenter umgesetzt.

Gesundheit, Machtübergabe und Tod

Fidel Castro blieb bis zu seiner gesundheitlichen Krise 2006 die dominierende Figur der kubanischen Politik. Nach einer schweren Operation übergab er vorübergehend die Amtsgeschäfte an seinen Bruder Raúl. 2008 erklärte er offiziell, nicht mehr an die Macht zurückkehren zu wollen. Fidel Castro starb am 25. November 2016 in Havanna; sein Tod löste in Kuba und international intensive Reaktionen aus. Sein Leichnam wurde nach einem Trauerzug eingeäschert und die Asche wurde in Santiago de Cuba beigesetzt.

Kontroversen und historisches Urteil

Das Vermächtnis Castros ist stark umstritten und wird je nach Perspektive sehr unterschiedlich bewertet. Anhänger loben sozialen Fortschritt in Bildung und Gesundheit, Unabhängigkeit gegenüber äußeren Mächten und den Einsatz für antiimperialistische Ziele. Kritiker heben Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Stagnation, politische Repression und fehlende demokratische Strukturen hervor. Historiker und politische Beobachter sehen in ihm eine prägende Figur des 20. Jahrhunderts, deren Bedeutung weit über die Grenzen Kubas hinausging.

Vermächtnis

Fidel Castro bleibt eine polarisierende Gestalt: Bewundert als Symbol des Widerstands gegen Imperialismus und für soziale Errungenschaften, zugleich verurteilt für die autoritäre Ausrichtung seines Regimes. Seine Führung prägte Kubas Geschichte über fast ein halbes Jahrhundert und beeinflusste Bewegungen und Debatten weltweit.

Frühes Leben

Castro wurde am 13. August 1926 in Birán, Kuba, geboren. Er promovierte an der Universität von Havanna zum Doktor der Rechtswissenschaften. Er wurde als Militärjurist ausgebildet. Er kam an die Macht, nachdem er und seine Guerillasoldaten die Diktatur von General Fulgencio Batista gestürzt hatten.

Hintergrund

Castro war Kommunist und machte Kuba zum ersten sozialistischen Land Amerikas. Während des Kalten Krieges war er ein Freund der Sowjetunion, und er war bis zum Zusammenbruch der UdSSR auf deren Hilfe angewiesen. Ein wichtiger Moment des Kalten Krieges war die Kubakrise von 1962. Im Oktober 1962 entdeckten die Vereinigten Staaten von Amerika, dass die Sowjetunion in der Nähe der Vereinigten Staaten Raketen auf Kuba stationierte. Nach sehr angespannten Gesprächen konnte ein großer Atomkrieg zwischen der Sowjetunion und den USA vermieden werden.

Manche Leute bezeichnen Castro als Diktator. Sie kritisieren ihn, weil sie glauben, dass er einige Menschenrechte missachtet hat, zum Beispiel Folter, Mord und Unterdrückung der Redefreiheit, sowohl zu Hause als auch in afrikanischen Ländern, wo er kubanische Soldaten zur Verbreitung des Kommunismus schickte. Andere Menschen glauben nicht, dass dies wahr ist. Zum Beispiel hat Nelson Mandela zur Unterstützung Castros gesprochen und ihm für seine Hilfe für Afrika gedankt. Amnesty International kritisierte die Menschenrechtsbilanz Kubas, stellte aber im Juli 2002 langsame Fortschritte fest. Befürworter Castros sagen, er habe Kuba die beste Gesundheitsversorgung und Bildung Lateinamerikas gegeben und die Gleichheit zwischen Arm und Reich geschaffen.

Persönliches Leben

Castros erste Frau war Mirta Díaz - Balart. Sie heirateten im Oktober 1948. Sie hatten einen Sohn Fidel Ángel "Fidelito" Castro Díaz-Balart, geboren im September 1949. Díaz-Balart und Castro ließen sich 1955 scheiden. Im Jahr 1980 heiratete Castro Dalia Soto del Valle. Ihre Ehe würde mit Castros Tod im Jahr 2016 enden.

Tod

Am 25. November 2016 starb Castro im Alter von 90 Jahren in Havanna, Kuba, eines natürlichen Todes. Präsident Raúl Castro, sein Bruder, gab den Tod Fidels im staatlichen Fernsehen bekannt. Seine sterblichen Überreste wurden später am 26. November 2016 eingeäschert.

Fragen und Antworten

F: Wer war Fidel Castro?


A: Fidel Castro war ein kubanischer Revolutionär und Politiker.

F: Wie lange war Fidel Castro an der Macht?


A: Fidel Castro war 49 Jahre lang an der Macht.

F: Welche Rolle spielte Fidel Castro als Premierminister von Kuba?


A: Fidel Castro war von 1959 bis 1976 Premierminister von Kuba.

F: An wen hat Fidel Castro 2006 vorübergehend die Macht abgegeben?


A: Fidel Castro gab die Macht vorübergehend an seinen Bruder Raúl Castro ab, während er sich im Sommer 2006 von einer Operation erholte.

F: Wann hat Fidel Castro angekündigt, dass er nicht an die Macht zurückkehren wird?


A: Fidel Castro kündigte am 19. Februar 2008 an, dass er nicht an die Macht zurückkehren werde.

F: Welche Rolle spielte Fidel Castro als Präsident von Kuba?


A: Fidel Castro war von 1976 bis 2008 Präsident von Kuba.

F: Wann wurde Fidel Castro geboren und wann ist er gestorben?


A: Fidel Castro wurde am 13. August 1926 geboren und er starb am 25. November 2016.


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