Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (Deutsch: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, abgekürzt: SED) war die Regierungspartei der DDR von 1949, als die DDR gegründet wurde, bis zu den Wahlen von 1990.
Die SED wurde im April 1946 im Berliner Admiralspalast gegründet, als die Sowjetunion die Mitglieder der SozialdemokratischenPartei Deutschlands (SPD) und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), die in den sowjetisch besetzten Teilen Deutschlands und in Berlin lebten, zwang. Nach 1990 reformierte sich die Partei als Partei des Demokratischen Sozialismus (später, 2005, die Linkspartei.PDS). Sie ist in Teilen des ehemaligen DDR-Gebiets immer noch recht populär und gewinnt häufig Sitze bei Landtags- und Kommunalwahlen. Bei der Bundestagswahl im September 2005 war die PDS in Koalition mit der WASG (Wahlalternative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit), die von dem aus der SPD ausgetretenen Oskar Lafontaine gebildet wurde. Die PDS und die WASG schlossen sich 2007 zusammen.
Ein berühmtes SED-Plakat las: Von Stalin lernen heißt lernen, wie man gewinnt. Später wurde das Wort Stalin durch die UdSSR ersetzt. Als Gorbatschow Präsident der UdSSR war, wurde der berühmte Slogan aufgegeben, da die SED nicht glaubte, dass aus seinen Vorstellungen über die Perestroika etwas zu lernen sei.
Zunächst hatte die SED eine Zweigstelle in West-Berlin, aber 1962 wurde die West-Berliner Zweigstelle von der SED getrennt und zu einer "separaten" Partei, der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW), aber mit den gleichen Ideen wie die Mutterpartei.