Das Tammar Wallaby (Macropus eugenii) ist eine kleine Wallabyart aus Australien. Sie waren die ersten Makropoden, die von Europäern gesehen wurden. Francisco Pelsaert, Kapitän der Batavia, sah sie, als das Schiff 1629 auf den Abrolhos-Inseln Schiffbruch erlitt. Er sagte, sie sähen aus wie hüpfende Katzen. Es gibt drei Unterarten des Tammar Wallaby:

  • M. e. eugenii vom südaustralischen Festland.
  • M. e. derbianus aus Westaustralien.
  • M. e. decres, das Darma- oder Dama-Wallaby, von Kangaroo Island, Südaustralien.

Der Name tammar kommt von dem Wort tamma, was soviel wie "Schafe" bedeutet. Das Wallaby lebt unter Schafgarbenpflanzen.

Tammar-Wallabys starben in den 1930er Jahren auf dem südaustralischen Festland aus. Das Aussterben wurde durch Habitatzerstörung, Jagd und Füchse verursacht. Im Jahr 1998 wurde eine kleine Population südaustralischer Wallabys gefunden, die auf der Insel Kawau in der Nähe von Auckland in Neuseeland leben. Diese Gruppe war 1862 vom ehemaligen südaustralischen Gouverneur Sir George Grey als Teil seines eigenen privaten Zoos gegründet worden. In Neuseeland galten diese Wallabys als Schädling, und Wissenschaftler haben nach Möglichkeiten gesucht, sie loszuwerden. 85 Wallabys wurden nach Südaustralien zurückgebracht. Nach umfangreichen Fuchskontrollen im Innes-Nationalpark wurden im November 2004 10 Wallabys freigelassen. Weitere 36 wurden im Juni 2005 freigelassen. Diese ersten Freilassungen wurden mit Funkhalsbändern verfolgt. Eine weitere Gruppe wurde im Zoo von Monarto in ein Zuchtprogramm in Gefangenschaft aufgenommen.

Tammar-Wallabys leben tagsüber in dichtem Gestrüpp und kommen nachts ins Grasland, um sich zu ernähren. Sie fressen hauptsächlich Gras und Kräuter. Es ist bekannt, dass sie in trockenen Gebieten durch das Trinken von Meerwasser überleben. Sie erstrecken sich über eine Fläche von etwa 5 Hektar (12 Acres).

Sie sind etwa 50 Zentimeter (19,7 Zoll) groß und haben ein dunkelgrau-braunes Fell. An Armen und Seiten sind sie rötlich gefärbt, am Bauch haben sie ein hellgraues Fell. Sie können auch eine feine weiße Linie auf den Wangen haben.

Die Wallabys haben ein sehr ungewöhnliches Zuchtmuster. Die befruchteten Eier bleiben im Inneren der Mutter bis zur Sommersonnenwende ruhend, wenn die Entwicklung des Fötus wieder einsetzt. Dies wird als "embryonale Diapause" bezeichnet. Alle Jungtiere werden etwa 31 Tage später, Ende Januar oder Anfang Februar, am selben Tag geboren.

Das Tammar Wallaby ist das Beuteltier, das für das Genomsequenzierungsprojekt ausgewählt wurde. Wissenschaftler untersuchen die Milch des Wallabys, da sie glauben, dass sie ein neues und wirksames Antibiotikum enthalten könnte.