Der Zeustempel ist ein dorischer Tempel im Heiligtum von Olympia, Griechenland. Olympia war Schauplatz der antiken Olympischen Spiele. Der Tempel ist eine Ruine. Er war Zeus, dem Hauptgott der alten Griechen, gewidmet. Dieser Tempel war das wichtigste und beeindruckendste Bauwerk in Olympia.
Der Tempel wurde zwischen 470 v. Chr. und 456 v. Chr. erbaut. Als Material wurde hauptsächlich lokaler Kalkstein verwendet. Die Dachziegel, die Wasserspeier und die Skulpturen wurden aus Marmor hergestellt. Der Tempel war 64,12 Meter mal 27,66 Meter groß. Er war 20,25 Meter hoch. Der Tempel hatte sechs Säulen an den Enden und dreizehn Säulen an beiden Seiten. Die Höhe jeder Säule betrug 10,45 Meter.
Eine Rampe am östlichen Ende führte zu den Prodomos. Der Tisch mit den olympischen Kränzen stand auf der rechten Seite. Die Krönung der Sieger fand am letzten Tag an dieser Stelle statt.
Die Skulpturen des östlichen Giebels stellten die Geschichte von Pelops und Hippodameia dar. Diese Geschichte handelt von den ersten Wagenrennen. Die Skulpturen des Westgiebels stellten die Geschichte der Zentauren und der Lapithen dar. In dieser Geschichte geht es um den Wettstreit zwischen Barbarei und Zivilisation. Es gab sechs Metopen über der vorderen Veranda und sechs über der hinteren Veranda. Sie stellten die Arbeiten des Herakles dar.
Der Tempel enthielt einst die Zeusstatue des Phidias, eines der sieben Weltwunder der Antike. Das Schicksal der Statue ist unbekannt. Möglicherweise wurde sie nach Konstantinopel gebracht, wo sie wahrscheinlich im Feuer von 475 n. Chr. zerstört wurde. Oder sie wurde möglicherweise bei dem Brand von Olympia 426 n. Chr. zerstört. Die Werkstatt von Phidias wurde 1954 in Olympia entdeckt.
Statuenbasen bedecken den Bereich um den Tempel. Diese Basen enthielten Statuen von Göttern, Helden und Olympiasiegern. Sie wurden von Einzelpersonen und Städten geweiht. Die heilige Olive, aus der die olympischen Kränze geschnitten wurden, stand an der Westseite des Tempels. Kaiser Theodosius II. befahl 426 n. Chr., den Tempel bis auf die Grundmauern niederzubrennen. Erdbeben zerstörten ihn 522 n. Chr. und 551 n. Chr.
