Der TGV (Train à Grande Vitesse, französisch für "Hochgeschwindigkeitszug") ist eine Kategorie von Hochgeschwindigkeitszügen. Sie werden in Frankreich eingesetzt. Sie werden auch für einige Fahrten zwischen Frankreich und England, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien eingesetzt. Die Züge fahren normalerweise mit Geschwindigkeiten zwischen 270 km/h und 320 km/h. Sie sind die schnellsten Normalzüge der Welt, ihre durchschnittliche Reisegeschwindigkeit liegt bei 279,4 km/h.
Im Jahr 2007 stellte ein spezieller TGV mit 574,8 km/h den Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge auf.
Innerhalb Frankreichs gibt es die folgenden Hochgeschwindigkeitsstrecken
- Von Paris nach Lyon, später nach Valence, Avignon und Marseille.
- Paris nach Tours und Le Mans. Außerdem fuhren Züge nach Poitiers und Bordeaux.
- Paris nach Lille, später Brüssel (bekannt als Thalys) und Calais, Dover, London (bekannt als Eurostar).
- Von Paris nach Straßburg, manchmal nach Frankfurt am Main, Basel und Zürich. Der erste Teil dieser Strecke wurde bereits gebaut. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke endet an einem Bahnhof, etwa auf halber Strecke zwischen Nancy und Metz. Straßburg ist derzeit von Paris aus in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar, Basel benötigt 3.20 Uhr und Zürich etwa 4.30 Uhr. Mit dem Ausbau der Strecke nach Strassburg wurde begonnen,
Linien nach Spanien und Italien sind in Planung. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Deutschland ist im Bau.
Der Aufbau des Netzes hat die Reisezeiten erheblich verkürzt. Von Paris nach Marseille (750 km) kann man nun in 3 Stunden fahren. Zwei Drittel des Verkehrsaufkommens werden mit dem TGV abgewickelt, nur ein Drittel mit dem Flugzeug.


