Die Wannseekonferenz war ein Treffen hochrangiger Mitglieder der nationalsozialistischen deutschen Regierung. Sie fand am 20. Januar 1942 im Berliner Vorort Wannsee statt. Die Konferenz sollte den Leitern der Regierungsstellen, die sich mit Juden befassten, mitteilen, dass Adolf Eichmann mit der "Endlösung der Judenfrage" beauftragt worden war. Von ihnen wurde erwartet, dass sie dem Plan ihre volle Unterstützung geben würden. Heydrich stellte einen Plan zur Umsiedlung der jüdischen Bevölkerung Europas und Nordafrikas (Marokko, Algerien und Tunesien) in die deutsch besetzten Gebiete Osteuropas vor. Diejenigen Menschen, die fit seien, würden für Straßenbauprojekte eingesetzt werden. Es wurde erwartet, dass man sie zu Tode arbeiten lassen würde. Die Überlebenden sollten nach Abschluss der Projekte hingerichtet werden. Der Plan wurde nie wie geplant ausgeführt, da er auf der fortgesetzten deutschen Besetzung polnischer und sowjetischer Gebiete beruhte. Stattdessen wurden, als die sowjetische Armee die deutschen Linien allmählich zurückdrängte, die meisten Juden im deutsch besetzten Europa in Konzentrations- oder Todeslager geschickt oder dort getötet, wo sie lebten. Dank der Bemühungen des Historikers Joseph Wulf ist das Wannsee-Haus, in dem die Konferenz stattfand, heute eine Holocaust-Gedenkstätte.