Koordinaten: 48°23′19″E 2°57′26″E / 48.38861°N 2.95722°E / 48.38861; 2.95722
Die Yonne ist ein Fluss in der nördlichen Hälfte Frankreichs. Er fließt hauptsächlich durch den westlichen Teil der Region Bourgogne-Franche-Comté und gibt dem Departement Yonne und mehreren Gemeinden seinen Namen. Die Yonne ist der wichtigste linke Nebenfluss der Seine.
Der Fluss wurde während des Römischen Reiches als Icauna bezeichnet, ein lateinisches Wort, das wahrscheinlich vom keltischen Namen für den Fluss stammt.
Allgemeine Angaben
Die Quelle der Yonne liegt im südlichen Teil des Massif du Morvan, einem bewaldeten Hügelland in Burgund. Die Yonne fließt in nordwestlicher bis nordnordwestlicher Richtung und vereinigt sich schließlich mit der Seine bei Montereau-Fault-Yonne, südöstlich von Paris.
Die Flusslänge beträgt ungefähr 292 km, das Einzugsgebiet liegt bei rund 10.800 km². Durch ihr Gefälle und den Verlauf prägt die Yonne zahlreiche Täler und fruchtbare Flussauen.
Verlauf und bedeutende Orte
Entlang der Yonne liegen mehrere historisch und wirtschaftlich wichtige Städte und Orte, darunter:
- Auxerre – Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Region mit historischer Altstadt;
- Joigny – mittelalterliche Stadt am Fluss;
- Sens – Bischofsstadt mit Kathedrale;
- Migennes – Verkehrsknotenpunkt in der Nähe wichtiger Wasserstraßen;
- Montereau-Fault-Yonne – Mündung in die Seine.
Nebenflüsse und Wasserstraßen
Zu den wichtigsten Nebenflüssen der Yonne zählen unter anderem der Armançon, der Serein und der Cure. Großere Teile des Flusslaufs sind schiffbar oder wurden kanalisiert und sind in das französische Kanalnetz eingebunden. Die Yonne bildet Verbindungen zu mehreren Kanälen, wie etwa dem Canal du Nivernais, was den Gütertransport und den Freizeittourismus fördert.
Nutzung, Wirtschaft und Tourismus
Die Yonne ist sowohl wirtschaftlich als auch touristisch bedeutsam. Wichtige Nutzungen sind:
- Schifffahrt und Freizeitboote auf befahrbaren Abschnitten;
- Landwirtschaft in den fruchtbaren Talaueflächen;
- Weinbau: Das Tal der Yonne umfasst bekannte Weinbaugebiete wie Chablis;
- Erholung: Kanutouren, Radwege entlang des Flusses, Angeln und Wanderungen sind beliebte Aktivitäten.
Geschichte und Namen
Die Yonne war schon in der Antike bekannt (als Icauna). Im Mittelalter spielte der Fluss eine Rolle für Handel und Transport zwischen den Städten Burgunds und der Pariser Region. Viele historische Brücken, Schleusen und Flussuferstädte zeugen von dieser lange andauernden Nutzung.
Ökologie und Schutz
Die Flusslandschaft der Yonne beherbergt verschiedene aquatische und terrestrische Lebensräume. Entlang des Flusses finden sich Feuchtgebiete, Auenwälder und Wiesen, die Lebensraum für Fische, Vögel und Amphibien bieten. Regionen entlang der Yonne stehen wegen Überflutungsgefahr, Wasserqualität und Erhalt der Biodiversität unter Schutz- und Managementprogrammen.
Insgesamt ist die Yonne ein prägender Fluss für Nord‑Frankreich: bedeutend für Landschaft, Wirtschaft, Kultur und Natur und wichtige Verbindung zwischen Burgund und dem Pariser Becken.
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