Die Spielzeit 2016–17 markierte die hundertste Betriebsperiode der National Hockey League, die offiziell als Jubiläumssaison begangen wurde. Die reguläre Saison begann am 12. Oktober 2016 und endete am 9. April 2017; jede Franchise absolvierte 82 Ligaspiele. Die anschließenden Stanley‑Cup‑Playoffs starteten am 12. April und wurden am 11. Juni 2017 mit dem Titelgewinn abgeschlossen. Dieser Abschnitt bietet einen knappen, zugleich umfassenden Überblick über Ergebnisse, Auszeichnungen und bedeutsame Entwicklungen der Saison.
Endergebnis und Finalserie
Im Finale setzten sich die Pittsburgh Penguins in sechs Spielen gegen die Nashville Predators durch und sicherten sich damit den Stanley Cup 2017. Für Pittsburgh war es der zweite aufeinanderfolgende Titel nach dem Gewinn 2016; die Penguins wurden damit die erste Mannschaft seit den Detroit Red Wings, die einen Stanley‑Cup‑Titel verteidigen konnten (Siege nacheinander wurden zuletzt in den Jahren 1997 und 1998 erzielt). Die Finalserie hob die physische und taktische Qualität beider Teams hervor und zementierte den Status einiger Schlüsselspieler als Playoff‑Entscheider.
Herausragende Teams und Spieler der regulären Saison
Als bestes Team der regulären Saison erhielt die Washington Capitals die Presidents' Trophy. Individuell stach besonders Connor McDavid hervor: Der Offensivstar der Edmonton Oilers gewann sowohl die Hart Memorial Trophy als auch die Art Ross Trophy für die meisten Scorerpunkte. McDavids Saisonleistung wurde als Wegbereiter für die Rückkehr seines Clubs in die Playoffs anerkannt.
Rückkehr der Oilers und historische Serien
Die Oilers qualifizierten sich erstmals wieder für die Endrunde seit der Saison 2005–06, womit sie eine längere Durststrecke beendeten. Auf der anderen Seite verpassten die Detroit Red Wings die Playoffs und damit eine bemerkenswerte Serie: Die langjährige Teilnahme konnte nicht mehr aufrechterhalten werden, wodurch eine 25‑Saisonen‑Reihe in der NHL endete. Solche anhaltenden Serien oder deren Ende werden in Nordamerikas Spitzensport oft im Kontext anderer Ligen wie der Major League Baseball, der National Basketball Association und der National Football League diskutiert.
Playoffs, Auszeichnungen und besondere Fakten
Die Playoffs zeichneten sich durch enge Begegnungen und viele Verlängerungen aus; die erste Runde verzeichnete eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Overtime‑Spielen. Die Ottawa Senators überraschten in der Postseason mit einem tiefen Lauf bis in die Conference‑Finals, wo sie auf die spätere Champion‑Mannschaft trafen. In der Western Conference erreichten die Anaheim Ducks eine wichtige Rolle im Playoff‑Verlauf, mussten sich allerdings letztlich den stark aufspielenden Gegnern beugen.
- Stanley Cup 2017: Pittsburgh Penguins (Finalsieg gegen Nashville Predators)
- Presidents' Trophy (beste Bilanz): Washington Capitals
- Hart Memorial Trophy (wertvollster Spieler): Connor McDavid – Hart
- Art Ross Trophy (Topscorer): Connor McDavid – Art Ross
- Conn Smythe Trophy (wertvollster Playoff‑Spieler): Sidney Crosby – Conn Smythe Trophy
Die Saison 2016–17 bleibt in Erinnerung durch die Kombination aus einem Jubiläumsjahr für die Liga, dem Durchbruch und der Bestätigung junger Stars sowie durch dramatische Playoff‑Serien. Sie zeigte zudem, wie historische Serien enden und neue Dynastien beginnen können: Pittsburghs Back‑to‑Back‑Titel sind ein prominentes Beispiel dafür, wie kurzfristige Dominanz die Nachwelt prägt, während die Rückkehr etablierter Franchises in die Playoffs (wie bei Edmonton) als Wendepunkt für lange Rekonstruktionsphasen gilt.
Weitere Details zu Spielplänen, einzelnen Spielverläufen und statistischen Tabellen können in spezialisierten Saisonarchiven und Spielberichten eingesehen werden; zentrale Anlaufstellen sind offizielle Ligaseiten und umfangreiche Sportdatenbanken (Saisonübersicht, historische Rekorde).