
Andrew Manze (sprich: "MAN-zee"), (geb. Beckenham, 14. Januar 1965) ist ein englischer Geiger und Dirigent, der für die Aufführung von Musik aus der Barockzeit berühmt ist.
Manze verbrachte seine Kindheit in Bedford. Er besuchte die Bedford School, wo er Geige spielen lernte. Während seines Studiums der Klassik an der Universität Cambridge begann er, Barockgeige zu spielen. Dann studierte er bei Simon Standage an der Royal Academy of Music und anschließend bei Lucy van Dael in Den Haag und bei Marie Leonhardt.
1988 wurde er erster Geiger des Amsterdamer Barockorchesters unter der Leitung von Ton Koopman. Er spielte auch mit zwei weiteren Musikern: dem Cembalisten John Toll und dem Lautenisten Nigel North in einem Trio namens Romanesca.
Von 2003 bis 2007 leitete er The English Concert. Er führte auch viele Musikprogramme auf BBC Radio 3 ein und trat in Fernsehsendungen auf, z.B. in Händels Wassermusik. Er trat oft mit dem Cembalisten Richard Egarr auf. Er ist zweimal bei den BBC Proms aufgetreten.
Manze legt nun eine Pause vom Geigenspiel ein und konzentriert sich auf das Dirigieren. Er lebt in Schweden, wo er Chefdirigent des Helsingborg Symphony Orchestra und Erster Gastdirigent des Norwegischen Rundfunkorchesters ist. Außerdem ist er stellvertretender Dirigent des Schottischen Symphonieorchesters der BBC.
2011 wurde Andrew Manze mit dem Rolf-Schock-Preisträger für Musikkunst ausgezeichnet, einem schwedischen Preis, der alle drei Jahre verliehen wird