Cembali sind Tasteninstrumente, die einen Klang erzeugen, indem die Saiten mit einem Plektrum gezupft werden. Man nimmt an, dass sie entstanden sind, als ein Keyboard an einem Psalter befestigt wurde. Dadurch unterscheiden sie sich von einem Klavichord, bei dem die Saiten angeschlagen werden. Das Klavier ist daher dem Clavichord näher als dem Cembalo. Auf einem Klavier ist es möglich, lauter oder leiser zu spielen, indem die Tasten mit mehr oder weniger Kraft angeschlagen werden. Auf einem Cembalo kann die Lautstärke (lauter oder leiser spielen) nicht durch die Art und Weise, wie es gespielt wird, kontrolliert werden. Einige große Cembali haben jedoch mehrere "Register", von denen jedes eine andere Art von Klang ergibt. Die größten Cembali haben zwei Manuale (Klaviaturen), was für mehr Abwechslung sorgt. Dadurch ist es möglich, dass die rechte Hand die Melodie auf einem Manual spielt, während die linke Hand eine Begleitung leiser spielt.

Einige kleine Cembali wurden "Jungfrauen" genannt, vielleicht weil sie von jungen Mädchen gespielt wurden. Es gibt auch Spinette, die sehr klein und manchmal flügelförmig waren. Man konnte sie aufheben und auf einen Tisch stellen.

Cembali waren in der Musik der Renaissance und des Barock sehr wichtig. Sie wurden sowohl als Soloinstrumente als auch zur Begleitung eines Orchesters eingesetzt. Einige der berühmtesten Komponisten der Cembalomusik sind William Byrd (1543-1623), François Couperin (1668-1733), Domenico Scarlatti (1685-1757) und Johann Sebastian Bach (1685-1750). Der letzte dieser Komponisten schrieb Das wohltemperierte Klavier, das in jeder Dur- und Molltonart ein Präludium und eine Fuge enthält. Es wird gesagt, dass Bach diese Musiksammlung geschrieben hat, um zu zeigen, wie Tasteninstrumente wie das Cembalo so gestimmt werden können, dass das Spiel in jeder Tonart möglich ist.