Ein Spinett ist eine kleine Art von Cembalo. In der Renaissance und im Barock und auch später hatten die Menschen oft ein Spinett in ihren Wohnungen. Ein Spinett hatte den Vorteil, dass es billiger als ein Cembalo war und zudem weniger Platz beanspruchte.

Manchmal wurde das Wort früher anders geschrieben, z.B. "Spinnet" oder "Spinnit".

Das Spinett unterscheidet sich von einem Cembalo durch den Winkel der Saiten, die schräg nach rechts verlaufen. Das ganze Instrument hat ein wenig die Form eines Dreiecks. Die Saiten sind paarweise angeordnet, und die Jacks (die Federn, die die Saiten zupfen) befinden sich ebenfalls paarweise in den breiteren Lücken und zupfen die danebenliegende Saite.

Cembali können mehrere Klänge haben (so wie eine Orgel mehrere Register hat, die unterschiedliche Klänge erzeugen). Bei einem Spinett, das nur einen Klang hat, ist dies nicht möglich. Es ist immer ein 8-Fuß-Klang (die Töne klingen in der normalen Tonhöhe, niemals eine Oktave höher). Zur Begleitung waren Spinette nützlich.