Chrissie Maher, OBE (geb. 1938) ist eine britische Verfechterin des Gebrauchs des einfachen Englisch. Sie ist Mitbegründerin der "Plain English Campaign". Diese Organisation fördert den klaren Gebrauch der englischen Sprache, insbesondere durch Unternehmen und offizielle Stellen. Ihre Kampagne begann 1971, als sie die erste Gemeindezeitung Großbritanniens, den Tuebrook Bugle, gründete. Das gab ihr die Möglichkeit, Artikel zu schreiben, in denen sie darauf hinwies, dass Organisationen anfangen sollten, einfaches Englisch zu verwenden. 1974 gründete Maher dann The Liverpool News. Es war die erste Zeitung Großbritanniens für Erwachsene mit Leseschwierigkeiten. Sie war auch Mitglied des Nationalen Verbraucherrats des Vereinigten Königreichs. Später gründete sie 1979 bei einer Demonstration in London die Plain English Campaign.
Als Beispiel für die Sprachprobleme, die Maher anstößig fand: 1994 wies sie darauf hin, dass der britische National Health Service eine Definition des Begriffs "Bett" veröffentlichte, die 229 Wörter verwendete.
Für ihre Bemühungen wurde Maher 1993 mit dem OBE ausgezeichnet. Im Jahr 1995 wurde ihr von der Universität Manchester der MA-Ehrendoktortitel verliehen. Im Jahr 1997 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Open University. Im Jahr 2000 wurde Maher vom britischen National Information Forum zur "Informationspionierin des Jahrhunderts" ernannt. Im Jahr 2010 erhielt Maher für ihre Verdienste um die Kommunikation ein Ehrenstipendium der Liverpool John Moores University.
Ebenfalls 2010 wurde Maher zur Public Affairs Achiever of the Year und Outstanding Achiever of the Year für die Auszeichnungen "Frauen im öffentlichen Leben" gewählt.
Tom McArthur, Herausgeber des Oxford Companion to the English Language, sagte: "In der ganzen Geschichte der englischen Sprache hat es noch nie eine so starke Basisbewegung gegeben, die sie beeinflusst hat wie die Plain English Campaign.