John Bowden Connally, Jr. (27. Februar 1917 - 15. Juni 1993), war ein amerikanischer Politiker. Er diente als 39. Gouverneur von Texas, Secretary of the Navy unter John F. Kennedy und Secretary of Treasury unter Richard Nixon. Während er 1963 Gouverneur von Texas war, saß Connally als Passagier in dem Auto, in dem Präsident Kennedy ermordet wurde, und er wurde während der Schießerei schwer verwundet.
Frühes Leben und Ausbildung
John B. Connally wurde 1917 in Texas geboren. Er studierte an der University of Texas und schloss ein Jurastudium ab; anschließend arbeitete er als Anwalt. Seine politische Laufbahn begann im Staatsapparat von Texas und führte ihn später in bundesstaatliche Ämter.
Politische Karriere
Connally gehörte zunächst der Demokratischen Partei an. Zu den wichtigsten Stationen seiner Karriere zählen unter anderem:
- Berufung zum Secretary of the Navy in der Regierung von John F. Kennedy – ein post, den er vor seinem Amtsantritt als Gouverneur innehatte,
- Wahl zum 39. Gouverneur von Texas (Amtszeiten in den 1960er Jahren),
- Ernennung zum Secretary of Treasury unter Präsident Richard Nixon (Anfang der 1970er Jahre).
Als Gouverneur setzte er sich für wirtschaftliche Entwicklung, Infrastrukturprojekte und Modernisierung der Staatsverwaltung ein. Später, als Finanzminister unter Nixon, spielte er eine Rolle bei den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung Anfang der 1970er Jahre; in diese Zeit fällt auch die Entscheidung, die Bindung des US‑Dollars an Gold aufzuheben, wofür Connally häufig genannt wird. Bekannt wurde er außerdem durch den zugeschriebenen Ausspruch „the dollar is our currency but your problem“, der seine pragmatische Haltung in internationalen Währungsfragen widerspiegelt.
Verwundung beim Attentat auf John F. Kennedy
Am 22. November 1963 war Connally als Gouverneur von Texas in der Präsidentschaftskarawane in Dallas mitgefahren. Während des Attentats auf Präsident John F. Kennedy wurde Connally schwer verletzt. Er überlebte die Schussverletzungen nach medizinischer Behandlung und kehrte später in die Politik zurück. Die Verletzungen und ihre Umstände spielten in den anschließenden Untersuchungen des Attentats eine zentrale Rolle.
Spätere Jahre und Vermächtnis
In den 1970er Jahren vollzog Connally einen Parteiwechsel zur Republikanischen Partei. Er war weiterhin politisch aktiv und suchte später, unter anderem 1980, die Präsidentschaftskandidatur seiner neuen Partei, blieb dabei jedoch ohne Erfolg. Connally blieb eine prägende Figur der texanischen und nationalen Politik seiner Zeit; sein Wirken wird von Historikern unterschiedlich beurteilt, je nachdem ob man seine Beiträge zur Wirtschaftspolitik, seine konservative Wende oder seine Rolle in den politischen Kontroversen der 1970er Jahre hervorhebt.
John B. Connally starb am 15. Juni 1993. Sein Leben und seine Karriere sind Teil der politischen Geschichte der USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere wegen seiner Nähe zu mehreren Präsidenten und seiner direkten Betroffenheit beim Attentat von 1963.