Maria I. (18. Februar 1516 - 17. November 1558), auch bekannt als Mary Tudor, war vom 19. Juli 1553 bis zu ihrem Tod Königin von England und Irland. Sie war die älteste Tochter Heinrichs VIII. und das einzige Kind von Katharina von Aragón, das die Kindheit überlebte.

Mary folgte ihrem kurzlebigen Halbbruder, Edward VI., auf den englischen Thron. Sie war die vierte gekrönte Monarchin der Tudor-Dynastie. Man erinnert sich an Mary, weil sie England kurzzeitig wieder zu einem römisch-katholischen Land machte.

Mary ließ fast 300 Andersgläubige auf dem Scheiterhaufen verbrennen, die im Buch der Märtyrer von John Foxe verzeichnet sind. Aus diesem Grund wurde sie von vielen als "Bloody Mary" bezeichnet. Als ihre Halbschwester väterlicherseits, Elisabeth I., nach Marias Tod auf den Thron kam, machte sie England wieder protestantisch. Alle, die sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören, verbrannte sie auf dem Scheiterhaufen zurück an die römisch-katholische Kirche.