Milo von Croton war ein griechischer Ringer aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Er stammte aus der griechischen Stadt Croton in Süditalien. Er hatte großen Erfolg als Ringer. Er gewann viele Male bei den wichtigsten Sportfesten des antiken Griechenlands. Er führte die Einwohner von Croton auch zu einem militärischen Sieg über die benachbarte Stadt Sybaris im Jahre 510 v. Chr.

Milo soll ein Freund von Pythagoras gewesen sein. In einer Geschichte heißt es, der Ringer habe dem Philosophen das Leben gerettet, als ein Dach auf ihn zu fallen drohte. In einer anderen Geschichte heißt es, dass Milo die Tochter des Philosophen geheiratet haben soll. Wie andere erfolgreiche Athleten des antiken Griechenlands war Milo Gegenstand von Erzählungen über Stärke und Macht. Unter anderem soll er einen Stier auf den Schultern getragen und durch das Aufblasen der Schläfenvenen ein Band um seine Stirn zerplatzt sein.

Das Datum von Milos Tod ist unbekannt. Er soll einen Baum in zwei Hälften gespalten haben, als sich seine Hände in dem Baum verfangen hatten. Damals wurde er von einem Rudel Wölfe überrascht, getötet und gefressen. Milo ist Gegenstand von Kunstwerken von Pierre Puget, Étienne-Maurice Falconet und anderen. In der Literatur schrieb Rabelais in Gargantua und Pantagruel über ihn, und Shakespeare tat dasselbe in Troilus und Cressida.