Königin Victoria (geborene Alexandrina Victoria; 24. Mai 1819 - 22. Januar 1901) war von 1837 bis 1901 die Königin des VereinigtenKönigreichs von Großbritannien und Irland. Sie wurde 1819 in London als Tochter einer deutschen Prinzessin und eines englischen Prinzen geboren. Im Alter von 18 Jahren wurde sie Königin, als ihr Onkel Wilhelm IV. starb.

Sie wurde von ihrer Gouvernante, Louise Lehzen, und Pfarrer George Davys erzogen. Sie lernte gut Deutsch und Französisch sprechen und lesen.

1840 heiratete Victoria ihren ersten Cousin, Prinz Albert, der Wissenschaft, Handel und Kunst förderte. Sie hatten neun Kinder und machten deutlich, dass sie ein gutes Familienleben und das Christentum für sehr wichtig hielten. Im Allgemeinen folgten die Engländer ihrem Beispiel. 1851 wurde die Große Ausstellung im Crystal Palace eröffnet. Dies geschah zum Teil aufgrund von Alberts harter Arbeit. Die Ausstellung stellte die Errungenschaften des britischen Volkes in der viktorianischen Ära vor.

1861 starb Prinz Albert, und Victoria begann, sich vom öffentlichen Leben fernzuhalten; dies machte sie weniger beliebt. In den folgenden Jahren wurde Großbritannien immer mächtiger, und 1877 erhielt Victoria den Titel "Kaiserin von Indien". Sie wurde bei ihrem Volk immer beliebter. 1897 feierte sie ihr diamantenes Thronjubiläum, um ihr 60-jähriges Bestehen zu feiern.

Viele von Victorias Kindern wurden Monarchen, Prinzen und Prinzessinnen anderer Länder, und in ihrem späten Leben wurde sie die "Großmutter Europas" genannt. Königin Victoria war immer sehr an Indien interessiert, obwohl sie nie dorthin gereist ist. Königin Victoria liebte Tanzen, Zeichnen, Reiten und Singen; als Kind erhielt sie Unterricht bei dem berühmten Opernsänger Luigi LaBlache. Sie malte gerne und konnte Klavier spielen. Ihr ganzes Leben lang führte sie ein regelmäßiges Tagebuch.