Die viktorianische Ära des Vereinigten Königreichs war eine Zeit der Herrschaft von Königin Victoria von 1837 bis 1901. Diese Zeit war für das britische Volk sehr wohlhabend. Der Handel erlebte seine Blütezeit. Eine gut ausgebildete Mittelschicht regierte das Land und das Britische Empire. Auch andere Länder blühten auf, aber Großbritannien wurde zur größten Großmacht.
Die industrielle Revolution steigerte weiterhin Produktivität und Wohlstand, insbesondere in der Mitte und in späteren Teilen der Regierungszeit Victorias. Die Herstellung von Eisen und Stahl war eine Grundstoffindustrie. Die Öfen wurden mit Kohle befeuert. Der Schiffbau war eine wichtige Industrie. Kanäle und Dampfeisenbahnen verbanden alle Teile des Landes, und britische Dampfschiffe verbanden die Welt. Baumwolle und Wolle wurden zu Stoffen verarbeitet und exportiert. Auch Keramik war ein bedeutender Wirtschaftszweig.
Eine wichtige Veränderung in der viktorianischen Ära war der Bau des Abwassersystems in London. Im Jahr 1829 wurde die Fotografie erfunden. Auch die Gasbeleuchtung war wichtig. Zuerst wurden Straßenlaternen üblich, gefolgt von Leuchten in öffentlichen Gebäuden und zu Hause. In den 1880er Jahren begannen die Menschen mit dem Bau von Kraftwerken und Verteilungssystemen, um die neuen elektrischen Glühbirnen zu speisen.