Roshika Deo (geboren am 12. Dezember 1980) ist eine fidschianische Politikerin und Aktivistin. Deo gründete in Fidschi die Organisation Be The Change Campaign. Die Organisation unterstützt Feminismus, Menschenrechte und Umweltschutz. Sie setzt sich vor allem für die Rechte von Frauen und Mädchen, gegen geschlechtsbezogene Gewalt sowie für mehr Transparenz und demokratische Teilhabe in Fidschi ein. Ihre Arbeit umfasst Bildungs‑ und Sensibilisierungsprojekte, Gemeindearbeit sowie Programme zur Förderung junger Führungskräfte.

Aktivismus und politische Tätigkeit

Deo war Kandidat für die nationalen Wahlen in Fidschi im September 2014. Sie war die erste, die ihren Namen auf die offizielle Liste der Personen setzte, die sich um die Wahl beworben hatten. Während ihres Wahlkampfs stieß sie auf starken Widerstand: Viele Mitglieder der Parteien FidschiFirst und SODELPA sowie Mitglieder der Methodistischen Kirche in Fidschi kritisierten Deo offen und es gab auch persönliche Angriffe und sexistisches Verhalten gegenüber ihr. Es war schwierig für Deo, genügend Unterschriften für ihre Unterstützung zu bekommen, um offiziell kandidieren zu können. Letztlich gewann sie keinen Sitz, blieb aber eine sichtbare Stimme für Reformen und die Stärkung der Zivilgesellschaft in Fidschi.

Anerkennung und Folgen

Deo erhielt 2013 den neuseeländischen Preis für den Verteidiger der Menschenrechte. Im Jahr 2014 erhielt sie den International Women of Courage Award, eine Auszeichnung des US-Außenministeriums für Frauen, die außergewöhnlichen Mut und Führung in der Menschenrechtsarbeit zeigen. Diese internationale Anerkennung brachte ihre Anliegen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und unterstützte ihre Arbeit, auch wenn sie weiterhin mit politischem und gesellschaftlichem Widerstand konfrontiert war.

Wirkung und Fortbestand: Roshika Deo bleibt eine prominente Figur in fidschianischen Debatten über Gleichberechtigung, Umweltschutz und Menschenrechte. Sie arbeitet weiterhin mit lokalen Gemeinschaften und internationalen Partnern, um Bewusstsein zu schaffen, politische Teilhabe zu fördern und Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung voranzutreiben. Trotz Widrigkeiten gilt sie vielen als Vorbild für junge Aktivistinnen und Aktivisten in der Region.