Die Präsidentschaftsvorwahlen und -kommissionen der Republikanischen Partei 2016 fanden zwischen dem 1. Februar und dem 7. Juni 2016 statt. Diese von der Republikanischen Partei sanktionierte Wahlserie wählte die 2.472 Delegierten für den Nationalkonvent der Republikaner aus, der den Kandidaten der Republikanischen Partei für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten wählte.
Am 4. Mai 2016 wurde Donald Trump aus New York zum voraussichtlichen Kandidaten ernannt, nachdem seine verbleibenden Herausforderer Ted Cruz aus Texas und John Kasich aus Ohio ausgeschieden waren.
Ablauf und Zeitplan der Vorwahlen
Die Vorwahlen und Caucuses verteilten sich auf mehr als vier Monate. Eröffnet wurden sie mit den Iowa-Caucuses am 1. Februar, gefolgt von der New-Hampshire-Primary am 9. Februar. Wichtige Etappen waren der sogenannte Super Tuesday am 1. März, an dem eine große Zahl von Staaten gleichzeitig abstimmte, sowie weitere Einzeltermine bis zum Abschluss der Serie am 7. Juni 2016 (an diesem Tag fanden u. a. die Wahlen in Kalifornien und New Jersey statt).
Delegiertenvergabe und Regeln
Insgesamt standen 2.472 Delegiertenstimmen zur Verfügung; für die Nominierung war die einfache Mehrheit von 1.237 Stimmen erforderlich. Die genauen Regeln zur Zuteilung der Delegierten variierten je nach Bundesstaat und Parteiorganisation:
- Einige Staaten arbeiteten überwiegend mit proportionalen Systemen, bei denen die Delegierten entsprechend dem Anteil der Stimmen an die Kandidaten verteilt wurden.
- Andere Staaten nutzten Winner-take-all-Regeln, bei denen der Sieger alle oder den Großteil der Delegierten erhielt (vor allem in späteren Vorwahlen).
- Zusätzlich gab es Unterschiede zwischen Primaries (geführten Vorwahlen) und Caucuses (Versammlungswahlen), sowohl organisatorisch als auch hinsichtlich der Bindung der Delegierten.
- Die Republikanische Partei kennt nicht das gleiche System von "Superdelegates" wie die Demokraten; allerdings sind die drei nationalen Parteifunktionäre jedes Staates (National Committeeman, National Committeewoman und Landesvorsitzender) formal Teil der Delegation und können in bestimmten Fällen eine andere Bindungssituation haben.
Wichtig war außerdem: Die Regelwerke des Republican National Committee (RNC) legten Fristen und Bedingungen für die Vergabe der Delegierten fest, aber viele Details wurden von den jeweiligen Staatsparteien bestimmt. Daraus entstand eine heterogene Mischung von Zuteilungsverfahren, die den Verlauf der Vorwahlen stark beeinflusste.
Das Ergebnis und die Nominierung
Donald Trump gewann in der Folge zahlreicher Vorwahlen und sammelte damit sukzessive Delegiertenstimmen. Nachdem sein letzter verbliebener ernsthafter Herausforderer Ted Cruz am 3. Mai 2016 nach der Niederlage in Indiana seine Kampagne faktisch beendete und John Kasich am 4. Mai 2016 aufgab, war klar, dass Trump die notwendige Unterstützung im Vorwahlprozess erhalten würde. Am 4. Mai 2016 galt Trump daher als voraussichtlicher (presumptive) Kandidat der Republikaner.
Die formelle und offizielle Nominierung erfolgte auf dem Republican National Convention, das vom 18. bis 21. Juli 2016 in Cleveland stattfand. Dort nominierten die Delegierten Donald Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten; als Vizepräsidentschaftskandidat wurde Mike Pence vorgestellt und später ebenfalls offiziell bestätigt.
Bedeutung und Folgen
Die Vorwahlen 2016 zeigten die Unterschiede im Organisations- und Regelwerk der Republikaner und illustrierten, wie wichtig die Verteilung der Delegierten über Zeit und Bundesstaaten ist. Der Erfolg von Donald Trump in diesem Prozess markierte eine klare Abkehr von etablierten Parteieliten und veränderte die politische Ausrichtung und Kommunikationsstrategie der Partei maßgeblich.
Zusammenfassend waren die Republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen 2016 ein längerer, oft umkämpfter Wettbewerb um 2.472 Delegiertenstimmen, der schließlich in der Nominierung von Donald Trump als Kandidat der Republikanischen Partei für die Präsidentschaftswahl 2016 mündete.





