Forsyth, Missouri – Kreisstadt in Taney County am Lake Taneycomo
Forsyth, Missouri – charmante Kreisstadt in Taney County am malerischen Lake Taneycomo: Geschichte, Freizeit am Wasser und typische Kleinstadt-Atmosphäre entdecken.
Forsyth ist eine Stadt in Taney County, Missouri, Vereinigte Staaten von Amerika. Bei der Volkszählung 2010 betrug die Einwohnerzahl 2.255. Es ist die Kreisstadt des Landkreises Taney County. Es wurde am 15. Dezember 1890 als Dorf eingemeindet. Forsyth liegt am ehemaligen White River, dem heutigen Lake Taneycomo.
Geographie
Forsyth liegt im Südwesten von Missouri in der Hügellandschaft der Ozarks. Die Stadt erstreckt sich am Ufer des Lake Taneycomo, einem durch Staudamm- und Flussregulierungsarbeiten entstandenen Gewässer, das den früheren Verlauf des White River verändert hat. Die Umgebung ist geprägt von bewaldeten Hügeln, Seen und Flusstälern, was die Region für Freizeitaktivitäten im Freien attraktiv macht.
Geschichte
Die Gründung und frühe Entwicklung von Forsyth steht in engem Zusammenhang mit der Lage am White River. Die Eintragung als Dorf erfolgte am 15. Dezember 1890. Später führten regionale Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere der Bau von Staudämmen, zur Entstehung von Lake Taneycomo und veränderten damit das landschaftliche und wirtschaftliche Umfeld der Stadt.
Verwaltung und Bevölkerung
Als Kreisstadt von Taney County beherbergt Forsyth verschiedene Verwaltungsgebäude und Dienstleistungen des Landkreises. Die bei der Volkszählung 2010 ermittelte Einwohnerzahl lag bei 2.255. Die Stadt hat den Charakter einer kleinen, eng verbundenen Gemeinde mit örtlichen Schulen, Vereinen und jährlichen Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsleben prägen.
Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaftlich spielt die öffentliche Verwaltung eine wichtige Rolle, da Forsyth Sitz der County-Behörden ist. Daneben sind Tourismus, Gastgewerbe, Einzelhandel und freiberufliche sowie handwerkliche Betriebe bedeutend. Die Lage an Seen und Flüssen fördert Dienstleistungen rund um Bootsverkehr, Angeln und Freizeitunterkünfte. Forsyth ist über regionale Straßen gut erreichbar; die nächstgrößeren Städte in der Region bieten zusätzliche Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeiten.
Freizeit, Natur und Sehenswürdigkeiten
Die Lage am Lake Taneycomo macht Forsyth zu einem beliebten Ziel für Angler, insbesondere wegen der Forellenbestände in den kühleren Gewässern unterhalb von Staudämmen. Weitere Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung sind:
- Bootsfahrten, Kanutouren und Wassersport auf den Seen der Region
- Wandern und Naturbeobachtung in den bewaldeten Hügeln der Ozarks
- Tagesausflüge in das nahegelegene Tourismuszentrum Branson mit zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten
- Kleine, historisch geprägte Ortskerne und lokale Märkte
Klima
Forsyth hat ein gemäßigtes Klima mit warmen bis heißen Sommern und mild bis kühl anmutenden Wintern. Die Jahreszeiten sind deutlich ausgeprägt, was die Region für Besucher zu unterschiedlichen Jahreszeiten attraktiv macht.
Praktische Hinweise
Forsyth eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Ozarks und zu den Seen der Region. Besucher sollten je nach Jahreszeit wetterangepasste Kleidung mitbringen und sich vor Ausflügen auf dem Wasser über lokale Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen informieren.
Geschichte
Zu Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs war Forsyth von konföderierten Streitkräften besetzt. Am 22. Juli 1861 zwangen Brigadegeneral Sweeney und 1.200 Unionstruppen mit Artillerie die Rebellen zum Abzug. Die Streitkräfte der Rebellen zogen sich aus Forsyth zurück, kehrten aber wieder zurück, sobald die Unionstruppen abzogen. Im Januar 1863 zog die Unionsarmee wieder in Forsyth ein, wo sie mehrere Monate blieb. Die Fähre auf dem Weißen Fluss brauchte acht Tage, um alle Truppen, Vorräte, Pferde und Wagen über den Fluss zu bringen. Wegen der Bedrohung durch die Konföderierten benutzten die Unionstruppen Baumstämme aus den Häusern der Stadt, um ihre Verteidigungsanlagen zu befestigen. Am 22. April 1863 verließen die Unionstruppen Forsyth, steckten die Stadt jedoch in Brand, um sicherzustellen, dass ihre Befestigungen nicht in die Hände der Rebellen fielen. Als die Brände erloschen waren, blieb von Forsyth nur die ausgebrannte Hülle des großen Backstein-Gerichtsgebäudes übrig. Das Gerichtsgebäude wurde schließlich wieder aufgebaut. Am 19. Dezember 1885 wurde das Gerichtsgebäude zusammen mit allen offiziellen Unterlagen des Bezirks und der einzigen Bezirkszeitung völlig zerstört. Ein neues Gerichtsgebäude für den Bezirk Taney sollte erst 1890 errichtet werden. Am 15. Dezember 1890 wurde das Dorf Forsyth eingemeindet. Am 4. November 1891 vermietete das Bezirksgericht einen Raum im neuen Gerichtsgebäude an die erste Bank im Bezirk Taney, die neue Taney County Bank, für einen Betrag von 2,00 Dollar pro Monat.
In den späten 1940er Jahren wurden in Washington, D.C. Pläne geschmiedet, die Forsyth direkt betreffen würden. Am White River, etwa 80 Meilen unterhalb von Forsyth, sollte ein Damm (Bull Shoals) gebaut werden. Die Stadt hatte zwei Möglichkeiten: Sie konnte an einen neuen Standort umziehen oder aufhören zu existieren. Die Stadtgrenzen von Forsyth wurden 2 Meilen westlich des Altstadtgeländes (heute Shadow Rock Park) auf ein Gebiet ausgedehnt, das einst ein Golfplatz gewesen war. In den frühen 1950er Jahren wurde die Stadt Forsyth an diesen Standort verlegt.
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