Nicolas Steno war ein dänischer Wissenschaftler, ein Pionier in Anatomie und Geologie. In seinen späteren Jahren wurde er katholischer Bischof.

Mit 1659 stellte er das zu seiner Zeit akzeptierte Wissen über die natürliche Welt in Frage. Er hinterfragte die Vorstellung, dass Fossilien im Boden wachsen, und die Erklärungen der Gesteinsbildung. Seine Untersuchungen machten ihn zu einem der Begründer der modernen Stratigraphie und der modernen Geologie.

Geologie und Stratigraphie

Steno wird in seiner Dissertationis prodromus von 1669 vier der bestimmenden Prinzipien der Wissenschaft der Stratigraphie zugeschrieben. Seine Ideen waren stark vereinfacht:

  1. das Gesetz der Überlagerung: Untere Schichten wurden früher festgelegt als obere Schichten.
  2. das Prinzip der ursprünglichen Horizontalität: Als eine der oberen Schichten gebildet wurde, war die untere Schicht bereits zu einem Festkörper geworden.
  3. das Prinzip der lateralen Kontinuität: Wenn eine bestimmte Schicht gebildet wurde, wurde sie an ihren Seiten von einer anderen festen Substanz umschlossen.
  4. Wenn eine Schicht gebildet wurde, war die gesamte darauf ruhende Materie flüssig, so dass zum Zeitpunkt der Bildung der untersten Schicht keine der oberen Schichten existierte.

Stenos Ideen bilden immer noch die Grundlage der Stratigraphie und waren der Schlüssel zur Entwicklung von James Huttons Theorie der sich unendlich wiederholenden Zyklen von Meeresbodenablagerung, Hebung, Erosion und Untertauchen.