Die Brownsche Bewegung ist die zufällige Bewegung von Teilchen in einer Flüssigkeit oder einem Gas. Die Bewegung wird durch sich schnell bewegende Atome oder Moleküle verursacht, die auf die Partikel treffen. Die Brownsche Bewegung wurde 1827 von dem Botaniker Robert Brown entdeckt. Als er 1827 durch ein Mikroskop auf Partikel blickte, die in Hohlräumen in Pollenkörnern im Wasser eingeschlossen waren, stellte er fest, dass sich die Partikel durch das Wasser bewegten; er konnte jedoch nicht herausfinden, was die Ursache dieser Bewegung war.

Atome und Moleküle waren lange Zeit als die Hauptbestandteile der Materie theoretisiert worden. Albert Einstein veröffentlichte 1905 einen Aufsatz, in dem genau erklärt wurde, wie die von Brown beobachtete Bewegung darauf zurückzuführen ist, dass die Pollen von einzelnen Wassermolekülen bewegt werden. Dies war einer seiner ersten großen Beiträge zur Wissenschaft und überzeugte viele Wissenschaftler von der Existenz von Atomen und Molekülen. 1908 wurde dies von Jean Perrin experimentell weiter verifiziert. Perrin erhielt 1926 den Nobelpreis für Physik "für seine Arbeiten über die diskontinuierliche Struktur der Materie". Die Richtung der Kraft des Atombombardements ändert sich ständig, und zu verschiedenen Zeiten wird das Teilchen mehr auf der einen als auf der anderen Seite getroffen, was zu der scheinbar zufälligen Natur der Bewegung führt.

Es gibt zu viele molekulare Einflüsse, die das Brownsche Muster ausmachen, so dass kein wissenschaftliches Modell sie alle erklären kann. Deshalb kann es nur mit probabilistischen Modellen molekularer Populationen beschrieben werden. Zwei solcher Modelle der statistischen Mechanik, die von Einstein und Smoluchowski erstellt wurden, werden im Folgenden vorgestellt. Eine andere, rein probabilistische Art von Modellen sind stochastische Prozessmodelle. Es gibt sowohl einfachere als auch kompliziertere stochastische Prozesse, die im Extremfall ("an die Grenze gebracht") die Brownsche Bewegung beschreiben können (siehe Random Walk und Donsker'sches Theorem).

Albert Einstein und Norbert Wiener studierten auch die Brownsche Bewegung mit größerer mathematischer Präzision.