Der Zinnoberspinner (Tyria jacobaeae) ist ein farbenprächtiger Apfelwickler. Er ist in Europa sowie West- und Zentralasien zu finden. Er wurde in Neuseeland, Australien und Nordamerika zur Bekämpfung des giftigen Kreuzkrauts eingeführt. Der Grund dafür ist, dass sich die Larven vom Kreuzkraut ernähren. Die Motte hat ihren Namen nach dem roten Mineral Zinnober wegen der roten Flecken auf ihren meist schwarzen Flügeln. Zinnoberfalter sind etwa 20 mm lang und haben eine Flügelspannweite von 32-42 mm (1,3-1,7 in).

Zinnoberfalter sind tagfliegende Insekten. Wie viele andere farbenfrohe Motten kann er nicht gegessen werden. Die Larven nutzen Angehörige der Gattung Senecio als Nahrungspflanze. Neu geschlüpfte Larven fressen von unter den Blättern des Kreuzkrauts bis in den Bereich ihrer alten Eier. Die Larven nehmen giftige und bitter schmeckende Alkaloid-Substanzen aus den Nahrungspflanzen auf. Dadurch sind sie selbst unfähig, gegessen zu werden. Die leuchtenden Farben sowohl der Larven als auch der Motten wirken als Warnzeichen. Teilweise deshalb werden sie von Raubtieren nur selten gefressen. Eine Ausnahme bilden verschiedene Kuckucksarten, die haarige und giftige Raupen fressen, darunter auch Larven des Zinnoberspinners.

Wie mehrere andere Mottenlarven der Arctiidae können die Zinnoberraupen kann kannibalisch werden. Dies kann auf Nahrungsmangel zurückzuführen sein. Manchmal können sie ohne ersichtlichen Grund andere Zinnoberraupenlarven fressen. Weibchen legen bis zu 300 Eier und gewöhnlich in Gruppen von 30 bis 60. Die Larven beginnen blassgelb. Spätere Larvenstadien entwickeln die tiefschwarze und orange/gelb gestreifte Färbung. Sie können bis zu 30 mm groß werden und sind gefräßige Fresser; große Populationen können ganze Flecken von Kreuzkraut abstreifen, ein Ergebnis ihrer geringen Prädation.

Viele überleben nicht bis zum Puppenstadium. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sie die Nahrungsquelle vor Erreichen der Geschlechtsreife vollständig verbrauchen. Dies könnte eine mögliche Erklärung für ihre Neigung zu scheinbar zufälligem kannibalischem Verhalten sein. Es kommt häufig vor, dass sie verhungern.

Die Motte hat sich als erfolgreiches Mittel zur biologischen Bekämpfung von Kreuzkraut erwiesen, wenn sie in Verbindung mit dem Kreuzkrautflohkäfer im Westen der Vereinigten Staaten eingesetzt wird.

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Pupa

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Erwachsener mit Hinterflügeln

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Paarung

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Illustration aus John Curtis' Britische Entomologie, Band 5