Der Club des Hashischins, der Haschisch-Club, (manchmal auch Club des Hashishins oder Club des Hachichins geschrieben), war eine Pariser Gruppe, die den Gebrauch von Drogen, hauptsächlich Haschisch, erforschte, um kreative Ideen zu erhalten.

Sie war von etwa 1844 bis 1849 aktiv. Einige der wichtigsten literarischen und intellektuellen Personen in Paris waren Mitglieder. Zu ihnen gehörten Dr. Jacques-Joseph Moreau, Théophile Gautier, Charles Baudelaire, Victor Hugo, Honoré de Balzac Gérard de Nerval, Eugène Delacroix und Alexandre Dumas, père. Monatliche "Séancen" wurden im Hôtel de Lauzun (damals: Hôtel Pimodan) auf der Île Saint-Louis abgehalten.

Gautier schrieb über den Club in einem Artikel mit dem Titel "Le Club des Hachichin", der im Februar 1846 in der Revue des Deux Mondes veröffentlicht wurde. Zwar wird ihm oft nachgesagt, er habe den Club gegründet, doch in dem Artikel heißt es, dass er an diesem Abend zum ersten Mal an ihren Séancen teilnahm.

Die Gruppe verkleidete sich in arabischer Kleidung. Sie tranken Kaffee und fügten Haschisch, Zimt, Nelken, Muskatnuss, Pistazie, Zucker, Orangensaft, Butter und Canthariden hinzu. Es war eine dicke, grüne Mischung, wie eine Marmelade.

Dr. Moreau schrieb 1846 ein Buch über die Cannabis- und Drogenkonsum-Experimente des Clubs. Das 439 Seiten umfassende Buch trug den Titel Haschisch und Geisteskrankheit - Psychologische Studien. Baudelaire schrieb, dass die Droge den Leuten zwar Ideen gab, aber schnell ihre Persönlichkeit beeinflusste. Sie hatten das Gefühl, dass sie nur unter dem Einfluss der Droge kreieren konnten.