Alexander Walterowitsch Litwinenko (30. August oder 4. Dezember 1962 - 23. November 2006) war Oberstleutnant im russischen Sicherheitsdienst. Später war er ein russischer Dissident und Schriftsteller.
Litwinenko arbeitete in den 1980er und 1990er Jahren für den KGB und den FSB. Später beschuldigte er seine Chefs, ein Attentat auf den russischen Milliardär Boris Beresowski geplant zu haben. Daraufhin wurde er verhaftet, aber später von den russischen Behörden wieder freigelassen. Danach floh er in das Vereinigte Königreich und erhielt die britische Staatsbürgerschaft.
Während er in Russland war, versuchte Litwinenko, ein Buch zu veröffentlichen, in dem er sagte, dass Präsident Wladimir Putin mit Hilfe des FSB an die Macht gekommen sei. Er sagte, der FSB habe versucht, dies zu vertuschen, indem er die Russen durch Bombenangriffe auf Wohnhäuser in Moskau in Angst und Schrecken versetzte. Er sagte, der FSB habe die Schuld dann den von Tschetschenien aus operierenden Terroristen zugeschoben!
Am 1. November 2006 erkrankte Litwinenko plötzlich und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er starb drei Wochen später in London an den Folgen einer Vergiftung durch Polonium-210. Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich in der ganzen Welt, und viele glaubten, die Vergiftung sei von der russischen Regierung vorgenommen worden. Wladimir Putin und Sprecher des Kremls haben dies wiederholt bestritten, und im Laufe des Falls wurden viele neue Hinweise aufgenommen. Obwohl es einige Verdächtige und Theorien zu dem Mord gibt, wurde bisher noch keine offizielle Verhaftung vorgenommen.