Gneis – gebändertes metamorphes Gestein: Entstehung, Aufbau und Verwendung
Gneis ist ein hochgradig metamorphes, gebändertes Gestein. Der Artikel erklärt Entstehung, typische Mineralien, Texturen, Varianten (z. B. Augen- Gneis), Vorkommen und Verwendung.
Gneis ist ein weit verbreitetes metamorphes Gestein, das durch hohe Temperaturen und Druck aus älteren Gesteinen entsteht. Typisch ist die deutliche Bänderung oder Schichtung von hellen und dunklen Mineralzonen, die ihm ein gestreiftes Aussehen verleiht. Solche Strukturen unterscheiden Gneise deutlich von feinkörnigeren Schiefern und Granuliten.
Bildergalerie
10 BilderMineralogie und Textur
Die zusammenhängende Mineralzusammensetzung bestimmt die Farbe und Bänderung. In Gneisen finden sich häufig Felsfeldspäte, Quarz und Glimmer: Glimmer (z. B. Biotit, Muskovit) bildet dunkle, dünne Lagen. Allgemein sind die häufigsten Bestandteile:
- Feldspat (hellere Bänder)
- Quarz (weiß bis grau)
- Glimmer und andere plasmatische Minerale (dunkle Bänder)
Die im Gneis sichtbaren Mineralien können bei der Metamorphose rekristallisiert sein, wodurch die Körner oft gröber und besser sichtbar werden als im Ausgangsgestein.
Entstehung und Protolithen
Gneise entstehen meist aus magmatischen oder sedimentären Ausgangsgesteinen (Protolithen), beispielsweise aus Granit oder Tonsteinen. Unter regionalmetamorpher Einwirkung — Gebirgsbildung, tiefe Krustenbereiche — ordnen sich die Minerale neu und bilden die charakteristischen Bänder. Druck, Temperatur und chemische Bedingungen bestimmen dabei die genaue Ausprägung.
Arten, Vorkommen und besondere Formen
Es gibt verschiedene Gneis-Typen: paragneis (aus Sedimenten) und orthogneis (aus magmatischen Gesteinen). Besondere Erscheinungen sind Augen-Gneise, bei denen große feldspatreiche „Augen" in einer feineren Matrix sichtbar sind. Gneise kommen auf kontinentenweiten Schildgebieten und in Faltengebirgen vor, beispielsweise in den Alpen, den skandinavischen Schilden und Teilen Nordamerikas.
Nutzung und Bedeutung
Gneis wird regional als Bau- und Zierstein verwendet: Pflaster, Fassaden, Treppen oder Denkmäler. Seine Witterungsbeständigkeit und dekorative Bänderung machen ihn beliebt für Natursteinplatten. Geologisch liefert Gneis Hinweise auf die tektonische Geschichte eines Gebiets.
Unterscheidung und praktische Erkennung
Zur Unterscheidung von ähnlichen Metamorphiten hilft die Beobachtung der Schieferung: Schiefer ist feinkörniger und blättriger, Gneis zeigt grobe Bänderung. Für weitere Informationen zu Aufbau und Klassifikation siehe metamorphe Gesteine sowie allgemeine Beschreibungen zu Gesteinen und ihrer Zusammensetzung.



Lewis'scher Gneis
Der Lewis'sche Komplex oder Lewis'scher Gneis ist eine Folge präkambrischer metamorpher Gesteine, die im nordwestlichen Teil Schottlands zu Tage treten und Teil des Hebriden-Terranes sind. Diese Gesteine sind archäischen und paläoproterozoischen Alters und reichen von 3,0-1,7 Ga.
Fragen und Antworten
F: Was ist Gneis?
A: Gneis ist eine Art von metamorphem Gestein.
F: Woher stammen die Mineralien im Gneis?
A: Die Mineralien im Gneis können aus Gesteinen stammen, die ursprünglich entweder magmatisch oder sedimentär waren.
F: Wie sind die Mineralien im Gneis entstanden?
A: Sie wurden erhitzt und gepresst, und die Mineralien rekristallisierten.
F: Was ist Orthogneis?
A: Orthogneis ist Gneis, der aus Eruptivgestein (z. B. Granit) gewonnen wird.
F: Was ist Paragneis?
A: Paragneis ist Gneis, der aus Sedimentgestein (z. B. Sandstein) gewonnen wird.
F: Wie ist die Textur der Mineralien in Gneisen?
A: In Gneisen sind die Mineralien in der Regel schichtförmig angeordnet und in Bänder unterteilt.
F: Welche Zusammensetzung hat ein Glimmerschieferflöz?
A: In einem Glimmerschiefer gibt es Flöze aus Quarz und Glimmer, die sehr dünn sind, aber im Wesentlichen aus einem Mineral bestehen.
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Autor
AlegsaOnline.com Gneis – gebändertes metamorphes Gestein: Entstehung, Aufbau und Verwendung Leandro Alegsa
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