Das archaische (oder archaische) Äon ist die geologische Periode nach dem Hadaikum und vor dem Proterozoikum. Es ist eine der vier Hauptzeitperioden (Äonen) der Erdgeschichte. Das Archaikum dauerte von vor 4.000 Millionen Jahren (mya) bis 2.500 mya. Es enthält die ersten Sedimentgesteine und die ersten fossilen Lebensformen, nämlich Cyanobakterien und Acritarchen.
Die meisten Gesteine, die überleben, sind vulkanischen (magmatischen) und metamorphen Ursprungs. Vulkanische Aktivität war überall. Als das Archäische begann, war der Wärmestrom der Erde fast dreimal so hoch wie heute. Er war immer noch doppelt so hoch wie heute, als das Archaikum endete, nämlich 2.500 mya. Dieses hohe Niveau des Wärmeflusses könnte die Plattentektonik stärker als heute gemacht haben. Die Frage, wann die Plattentektonik begann, ist ein wichtiges Forschungsgebiet. Der große Superkontinent Vaalbara bildete sich im Archaischen. Es gab bereits vor dem Archaikum Ozeane. Der Atmosphäre fehlte fast gänzlich freier Sauerstoff, stattdessen waren es vor allem Methan und CO2.
Fossile Bakterienmatten, so genannte Stromatolithen, finden sich nach etwa 3.500 mya im gesamten Archaikum. Diese wurden von Cyanobakterien gebildet, die die Photosynthese nutzten und als Nebenprodukt Sauerstoff abgaben. Anfänglich wurde dieser Sauerstoff durch Verbindung mit Eisenionen in Lösung absorbiert. Erst viel später bildete sich Sauerstoff in der Atmosphäre.
Fossile Regentropfenspuren wurden im späteren Archaikum, 2.700 mya, gefunden. Die Gesteine wurden in den 1980er Jahren in Ventersdorp in der Nordwestprovinz Südafrikas entdeckt.

