Ein Fossil ist der Überrest oder die Spur eines alten Lebewesens.
Fossilien von Tieren, Pflanzen oder Protisten kommen in Sedimentgestein vor.
In einem typischen Fossil bleibt die Körperform erhalten, aber die ursprünglichen Moleküle, aus denen der Körper bestand, wurden durch ein anorganisches Material wie Kalziumkarbonat (CaCO3) oder Kieselsäure (SiO2) ersetzt. Das Fossil fühlt sich an wie aus Stein und ist aus Stein gemacht. Es wurde mineralisiert oder versteinert (buchstäblich in Stein verwandelt).
Ein Fossil kann auch ein Abdruck oder der Abdruck eines Lebewesens sein, das im versteinerten Schlamm eines längst vergangenen Zeitalters verblieben ist.
Einige Organismen lassen sich gut fossilisieren, andere nicht. Die häufigsten Fossilien sind solche, die von Organismen hinterlassen werden, die harte Materialien produzieren. Die harten, kalzitischen Schalen von Mollusken (wie Muscheln und Schnecken) und von selten gewordenen Brachiopoden (auch als Lampenschalen bekannt) sind Beispiele dafür. Diese meeresbewohnenden Muscheln haben viele fossile (d.h. fossilienhaltige) Kalkschichten aus Kalkstein in der Erde hervorgebracht.
Weichkörperorganismen können sich unter besonderen Umständen versteinern: die Ediacaran-Biota ist ein gutes Beispiel.
Die bekanntesten Fossilien für die breite Öffentlichkeit sind die der riesigen, prähistorischen Dinosaurier. Die versteinerten Knochen und versteinerten Spuren dieser riesigen, uralten Reptilien sind in vielen Museen für Naturgeschichte und Geowissenschaften zu sehen.
Das Studium von Fossilien durch Geologen und Biologen ist als Paläontologie bekannt. Wenn die Studie Lebewesen in ihren ökologischen Kontext stellt, spricht man von Paläobiologie.





