Gott ist jenseits aller Grenzen. Seine Kraft ist unendlich. Wenn er beschließt, einen Berg zu schaffen, der zu schwer ist, als dass er ihn heben könnte, würde er gleichzeitig stark genug werden, um ihn zu heben (was eigentlich bedeutet, dass er nicht allmächtig ist, denn wenn er allmählich stärker werden kann, dann kann er nicht allmächtig sein). Die Frage zu stellen, ob die Schaffung eines solchen Berges möglich ist, ist der Versuch, dem Grenzenlosen eine Grenze zu setzen.
Logik
In der Logik lassen sich Probleme oft dadurch lösen, dass man sie in kleinere Stücke zerlegt. Man löst jedes der kleinen Probleme.
Lassen Sie uns sehen, wie man dies für das Gottesparadoxon nutzen kann. Das Paradoxon ist:
Wenn Gott etwas tun kann, kann er dann einen Berg machen, der zu schwer ist, um ihn zu heben?
Wenn man diese Frage in einen Satz umwandelt, wird daraus ein Satz:
Gott kann alles tun, das heißt, er kann einen Berg machen, der zu schwer ist, als dass er ihn heben könnte.
Wir können dies noch einfacher machen. Zuerst müssen wir das sehen, denn Gott kann alles tun:
- Er kann einen unbehebbaren Berg machen,
- Er kann alles heben.
Jetzt können wir den Satz als diese Fakten schreiben:
- Gott kann alles tun.
- Gott kann einen unhebbaren Berg machen (wegen der Tatsache 1).
- Gott kann alles aufheben (wegen der Tatsache 1).
- Gott kann den Berg nicht erheben.
Die Fakten 1, 2 und 3 müssen immer wahr sein. Jetzt müssen wir sehen, ob Fakt 4 wahr oder falsch ist:
- Wenn 4 wahr ist, dann muss 3 falsch sein (Fakt 1 muss ebenfalls falsch sein).