Eine H II-Region ist eine Region, in der riesige blaue Sterne aus Wasserstoff gebildet werden. Sie sind nach dem ionisierten atomaren Wasserstoff benannt, den sie erzeugen: H II.

Die Sterne entstehen im Inneren einer großen Wolke aus Wasserstoffgas. Die kurzlebigen blauen Sterne, die sich in diesen Regionen gebildet haben, geben riesige Mengen an ultraviolettem Licht ab. Dadurch wird das umgebende Gas ionisiert.

H II-Regionen können mehrere hundert Lichtjahre groß sein. Die erste bekannte H II-Region war der Orionnebel, der 1610 entdeckt wurde. Diese Regionen haben extrem unterschiedliche Formen. Sie erscheinen oft klumpig und fadenförmig und zeigen manchmal bizarre Formen wie den Pferdekopfnebel.

In den H II-Regionen entstehen über mehrere Millionen Jahre hinweg Tausende von Sternen. Daraus entsteht schliesslich ein Sternhaufen. Am Ende blasen Supernova-Explosionen und starke Sternwinde der massereichsten Sterne die Gase der H II-Region weg. Dadurch bleibt ein Sternhaufen wie die Plejaden zurück.

Die Untersuchung extragalaktischer H II-Regionen hilft, die Entfernung und chemische Zusammensetzung anderer Galaxien zu bestimmen.

Spiralgalaxien und irreguläre Galaxien haben viele H II-Regionen, während elliptische Galaxien fast keine haben. In Spiralgalaxien, wie der Milchstraße, finden sich H II-Regionen in den Spiralarmen, aber in den irregulären Galaxien sind sie zufällig verteilt.

Einige Galaxien haben riesige H II-Regionen mit Zehntausenden von Sternen. Beispiele dafür sind die 30 Doradus-Region in der Großen Magellanschen Wolke und NGC 604 in der Triangulum-Galaxie.