Die menschliche Hautfarbe ist eines der am leichtesten sichtbaren Merkmale eines Menschen. Sie reicht in ihrer Vielfalt vom dunkelsten Braun bis zum hellsten Rosa-Weiß. Die Hautfarbe wird vererbt und ist das Ergebnis der natürlichen Selektion. Die Hautpigmentierung beim Menschen wurde hauptsächlich entwickelt, um die Menge der ultravioletten Strahlung, die in die Haut eindringt, zu kontrollieren und so ihre Auswirkungen zu verringern.

Die wichtigste Substanz, die über die menschliche Hautfarbe entscheidet, ist das Pigment Melanin. Melanin wird in der Haut von Zellen produziert, die Melanozyten genannt werden. Die unter der Haut liegende rote Farbe wird bei weißer Haut, insbesondere im Gesicht, besser sichtbar. Bei körperlicher Anstrengung oder bei der Stimulation des Nervensystems (Ärger, Angst) erweitern sich die Blutgefässe.

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen UV-Strahlung (UVR) und der Verteilung der einheimischen Hautpigmentierung auf der ganzen Welt. Gebiete, die mehr UV-Strahlung aufweisen, haben auch dunkelhäutigere Bevölkerungen. Gebiete, die weit von den Tropen entfernt und näher an den Polen liegen, haben eine geringere Konzentration von UV-Strahlung und hellhäutigere Populationen. Die menschliche Bevölkerung hat sich von dunkelhäutig zu hellhäutig verändert, als sie Afrika vor etwa 100.000 Jahren verließ, und einige haben sich wieder zu dunkler Haut verändert, als sie in höhere UV-Zonen zurückkehrten.

Auch die natürliche Hautfarbe kann durch die Bräunung infolge von Sonneneinstrahlung dunkler werden. Die führende Theorie besagt, dass sich die Hautfarbe an intensives Sonnenlicht anpasst, um einen teilweisen Schutz gegen den ultravioletten Anteil zu bieten, der die DNA der Hautzellen schädigt und so Mutationen hervorruft.

Es ist leicht einzusehen, warum dunkle Haut in den Tropen als Teilabwehr gegen Hautkrebs von Vorteil ist. Es ist viel weniger leicht einzusehen, warum eine weisse Haut in kälteren Klimazonen von Vorteil ist. Forscher haben zwei Gründe angeführt, und beide spielen wahrscheinlich eine Rolle. Der erste ist, dass eine weisse Haut bei einer bestimmten Temperatur weniger Wärme abstrahlt als eine schwarze Haut. Der zweite ist, dass der Körper bei schwächerem Sonnenlicht dazu neigt, weniger Vitamin D zu produzieren. Es gibt die Hypothese, dass die Auswahl für hellere Haut auf den Bedarf an höherer Vitamin D-Produktion zurückzuführen ist. Die Veränderung begann, sobald die Bevölkerung aus Afrika nach Norden zog.

Darüber hinaus sind erwachsene weibliche Menschen in der Regel heller pigmentiert als männliche. Frauen benötigen während der Schwangerschaft und Stillzeit mehr Kalzium. Der Körper synthetisiert Vitamin D durch die Einwirkung von Sonnenlicht auf die Haut. Vitamin D hilft dem Körper bei der Aufnahme von Kalzium. Frauen haben eine hellere Haut, so dass ihr Körper mehr Kalzium aufnimmt.

Die soziale Bedeutung von Unterschieden in der Hautfarbe hat sich in den verschiedenen Kulturen und im Laufe der Zeit verändert, wie sich im Hinblick auf den sozialen Status und die Diskriminierung gezeigt hat.