Ein Eiskern ist ein langes Stück Eis, das von einem Gletscher entnommen wird. Das Eis wird sehr tief gebohrt, so dass der Eiskern auf altes Eis am Boden des Gletschers zurückgeht. Normalerweise werden Eisbohrkerne aus der Antarktis, Grönland oder sehr hohen Bergen entnommen.
Schnee fällt auf den Boden und sammelt sich an (wird tiefer). Wenn mehr Schnee fällt, werden die unteren Schichten durch das Gewicht auf der Oberseite verdichtet (dünner). Am Ende bleibt nur noch Eis übrig, und alle Luft geht weg. Je tiefer das Eis, desto älter ist es. Eiskerne lassen sich anhand der Schichten datieren: Oft kann man jede Jahreszeit im Eiskern erkennen, weil er eine Schicht bildet. Zu anderen Zeiten ist es schwieriger herauszufinden, wie alt das Eis ist. Es können auch andere Methoden angewendet werden, wie die Messung der Leitfähigkeit oder die Erstellung mathematischerModelle.
Wissenschaftler untersuchen Eisbohrkerne, um herauszufinden, wie das Klima in der Vergangenheit war. Das Eis speichert Informationen wie Gase, Partikel, Asche von Vulkanen. Die Art des Wassers, das das Eis bildet, kann zur Berechnung der Temperatur der Erde verwendet werden.
Eiskerne helfen uns zu wissen, wie hoch die Temperatur auf dem Planeten in den letzten 800 Tausend Jahren war. Wir wissen mehr über Eiszeiten, die periodisch auftreten. Dies ist eine hilfreiche Ergänzung zu unserem Wissen über die globale Erwärmung.

