Der Name kreisfreie Stadt (Plural: kreisfreie Städte) wird für deutsche Städte verwendet, die eine eigene Regierung haben. Diese Stadtregierung ist unabhängig von der Regierung der nächsthöheren Verwaltungsebene, dem Landkreis. Heute sind die meisten Städte, die dieses Statut haben, Großstädte, in denen 100.000 oder mehr Menschen leben. Das Konzept ist historisch gewachsen. Das bedeutet, dass es Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern gibt, die dieses Statut nicht haben. Es gibt auch einige Städte, die nur einen Teil der Aufgaben eines Landkreises übernommen haben. Die kleinste Stadt mit dem Statut ist Zweibrücken. Dort leben etwa 35.000 Menschen. Die größte dieser Städte ist München mit etwa 1,3 Millionen Menschen. Größer sind Hamburg und Berlin. Sie sind allerdings Stadtstaaten. Der Stadtstaat Bremen (Bundesland) besteht aus zwei kreisfreien Städten, der Stadt Bremen und der Stadt Bremerhaven, etwa 60 km nördlich davon. Etwa eine halbe Million Menschen leben in Bremen (1,5 Millionen im Ballungsraum), etwa 117.000 Menschen leben in Bremerhaven.

Aber nicht jede Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern ist eine kreisfreie Stadt. Einige von ihnen, z.B. Recklinghausen oder Göttingen (beide mehr als 120.000 Einwohner) sind Teil eines Landkreises.

Es gibt nur sehr wenige Städte, die nur einen Teil des Papierkrams aus dem Landkreis mitgenommen haben. Einige von ihnen werden Große selbständige Stadt genannt (übersetzt: Große souveräne Stadt). Sie scheinen nur in Niedersachsen zu existieren. Es gibt sie: Celle, Cuxhaven, Goslar, Hameln, Hildesheim, Lingen und Lüneburg. Dinge wie Jagdscheine können nicht an die Städte delegiert werden. Andere Dinge, wie der Umgang mit dem Müll, sind manchmal delegiert worden.

Ähnliche Konzepte wie das der kreisfreien Stadt sind Unitary authorities im Vereinigten Königreich oder das der unabhängigen Stadt in den Vereinigten Staaten.