Lincoln ist ein biografischer Kriegsdramafilm aus dem Jahr 2012, der auf den Ereignissen im Leben des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln, basiert. Der Film wurde von Disneys Touchstone-Labels Dreamworks und 20th Century Fox gedreht. Der Film basiert auf dem Buch Team of Rivals von Doris Kearns Goodwin: Das politische Genie von Abraham Lincoln.

Handlung

Der Film schildert vor allem die letzten Monate von Lincolns Präsidentschaft während des amerikanischen Bürgerkriegs und konzentriert sich auf seinen entschlossenen Einsatz, den 13. Verfassungszusatz zur Abschaffung der Sklaverei durch den Kongress zu bringen. Im Mittelpunkt stehen die politischen Auseinandersetzungen und taktischen Verhandlungen im Kabinett und im Repräsentantenhaus, Lincolns persönliche Zweifel und seine Gespräche mit Vertrauten. Die Erzählung verbindet politische Strategie mit persönlichen Momenten und zeigt, wie moralische Überzeugung, politisches Kalkül und menschliche Schicksale ineinander greifen.

Produktion und Besetzung

Regie führte Steven Spielberg; das Drehbuch schrieb Tony Kushner nach der Vorlage von Doris Kearns Goodwin. Die Hauptrolle des Abraham Lincoln spielt Daniel Day-Lewis, dessen Darstellung von Kritikern besonders gelobt wurde. Zu den weiteren bedeutenden Darstellern gehören unter anderem Sally Field als Mary Todd Lincoln, Tommy Lee Jones als Abgeordneter Thaddeus Stevens sowie David Strathairn und Joseph Gordon-Levitt in wichtigen Nebenrollen. Die Kamera führte Janusz Kamiński, die Filmmusik komponierte John Williams.

Die Produktion entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit großer Studios; DreamWorks war maßgeblich an der Produktion beteiligt, während der Film international von 20th Century Fox vertrieben wurde.

Historischer Kontext

Lincoln porträtiert Ereignisse eines zentralen Moments der US-Geschichte: die Diskussion um die Legalisierung der Abschaffung der Sklaverei durch den 13. Verfassungszusatz, die Auswirkungen des Bürgerkriegs und die innenpolitischen Spannungen jener Zeit. Der Film bemüht sich, historische Figuren und politische Abläufe darzustellen, nimmt aber für die dramatische Erzählung auch vereinfachende oder zusammengesetzte Darstellungen vor.

Rezeption und Auszeichnungen

Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken; besonders hervorgehoben wurden die darstellerischen Leistungen und die inszenatorische Umsetzung durch Spielberg. Bei den 85. Academy Awards war Lincoln in mehreren Kategorien nominiert und gewann insgesamt zwei Oscars, darunter den Preis als Bester Hauptdarsteller für Daniel Day-Lewis. Darüber hinaus brachte der Film zahlreiche weitere Nominierungen und Auszeichnungen auf internationalen Preisverleihungen ein.

Bedeutung

Lincoln gilt als ein bedeutender Historienfilm des 21. Jahrhunderts, der politische Entscheidungsprozesse und moralische Konflikte plastisch macht. Er wird oft als Einstieg in die Auseinandersetzung mit der Person Abraham Lincoln und den politischen Mechanismen seiner Zeit empfohlen, gleichzeitig ist er ein Beispiel dafür, wie Film Geschichte interpretierend erzählen kann.