Der Begriff Medienzentrum bezieht sich entweder auf ein spezielles Computergerät oder auf eine spezialisierte Anwendungssoftware, die für den Betrieb auf Standard-PC-Hardware entwickelt wurde, die dann zu einem so genannten "HTPC" ("Home Theater PC", manchmal auch als "Medien-PC" bezeichnet) wird, die beide für die Wiedergabe verschiedener Arten von Medien (Musik, Filme, Fotos usw.) geeignet sind. Ein Medienzentrum verfügt in der Regel über ein GUI (Graphical User Interface), das so konzipiert ist, dass es über eine Fernbedienung mit einem Fernseher im Wohnzimmer benutzt werden kann. Diese Fernbedienung wird von ihren Designern gemeinhin als 10-Fuß-Benutzeroberfläche bezeichnet. Ein Medienzentrum ermöglicht in der Regel das Ansehen von Filmen (DVD, Blu-ray und andere digitale Videoformate) und das Ansehen und Aufzeichnen von Fernsehsendungen sowie die Wiedergabe von Audio (CD sowie MP3, WMA und andere Audioformate).
Die Medien selbst können gespeichert, über terrestrische, satelliten- oder kabelgestützte Sendungen empfangen oder aus dem Internet gestreamt werden. Gespeicherte Medien werden entweder auf einer lokalen Festplatte oder auf einem (drahtlosen) Netzwerkspeicher aufbewahrt. Einige Software ist in der Lage, andere Aufgaben zu übernehmen, wie z.B. das Auffinden von Nachrichten (RSS) aus dem Internet. Medienzentren werden oft mit einer Fernbedienung bedient, zur Videoausgabe an ein Fernsehgerät angeschlossen und können manchmal wie ein normaler Personalcomputer funktionieren.
Ein Mediacenter kann speziell angefertigt, modifiziert oder durch Hinzufügen von Mediacenter-Software zu einem PC oder einem anderen Computer, z. B. einem Heimkino-PC oder einer Xbox, individuell gestaltet werden. In letzter Zeit können einige Videospielkonsolen (wie PlayStation 3 und Xbox 360) mit ihren Netzwerkdiensten standardmäßig auch als Basis-Media-Center-Gerät fungieren.

