Lange Stücke der klassischen Musik werden oft in Sätze unterteilt. Sie sind wie verschiedene Abschnitte des Stückes. Sätze können recht kurz oder extrem lang sein. Wenn Sie sich eine Symphonie anhören, kann sie oft in vier Sätze unterteilt sein. Zur Zeit Haydns und Mozarts waren die vier Sätze normalerweise: ein schneller Satz, ein langsamer Satz, ein tanzähnlicher Satz (Menuett) und ein schneller Satz zum Abschluss des Werkes.

Konzertprogramme zeigen in der Regel, wie viele Sätze in dem Werk enthalten sind, das gerade aufgeführt wird. Dies kann anhand italienischer Musikbegriffe angegeben werden (z.B. Allegro für schnell, Presto für sehr schnell oder Andante für ein sanftes Schritttempo). Hier ist ein Beispiel:

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 4 in d-Moll op.120

  1. Andante mit Motorrad - Heiter durch viel
  2. Romanze: Andante
  3. Scherzo: Presto
  4. Finale: Allegro vivace - Presto


Manchmal braucht
ein Orchester ein oder zwei Minuten, um seine Instrumente umzustimmen, insbesondere in einer Symphonie von Mahler oder Schostakowitsch, wo ein Satz bis zu 25 Minuten lang sein kann. Zu anderen Zeiten wird der Dirigent oder Interpret fast ohne Unterbrechung weitermachen wollen. Manchmal zeigt der Komponist, dass es zwischen den Sätzen überhaupt keine Pause geben sollte.

Früher klatschte das Publikum oft zwischen den einzelnen Sätzen, aber heutzutage wartet es gewöhnlich bis zum Ende des Werkes, um zu applaudieren.

Das deutsche Wort für "Bewegung" (in diesem musikalischen Sinne) ist "Satz", was eigentlich "Satz" bedeutet. Eine Bewegung ist wie ein Satz: eine Sammlung von Dingen, die zusammen gehören, um Sinn zu ergeben. Alle Bewegungen zusammen sind wie mehrere Sätze: sie erzählen die ganze Geschichte.