Perihel

Das Perihel ist der Punkt in der Umlaufbahn eines Planeten, Asteroiden oder Kometen, der der Sonne am nächsten liegt. Es ist das Gegenteil von Aphel, d.h. der Punkt, der am weitesten von der Sonne entfernt ist.

Das Wort Perihel stammt von den griechischen Wörtern "peri", was nahe bedeutet, und "Helios", was den griechischen Sonnengott bedeutet. Daher wurde es als Perihel bezeichnet. (Das ähnliche Wort "Perigäum" bezieht sich auf den nächstgelegenen Punkt in der Umlaufbahn eines Objekts auf der Erde).

Alle Planeten, Kometen und Asteroiden in unserem Sonnensystem haben annähernd elliptische (eine Art nicht kreisförmige) Bahnen. Daher haben sie alle einen sonnennächsten und einen sonnenfernsten Punkt: ein Perihel und ein Aphel. Die orbitale Exzentrizität misst die Ebenheit der Umlaufbahn. Jede einzelne Umdrehung eines Körpers um die Sonne ist nur annähernd elliptisch, weil die Präzession des Perihels verhindert, dass die Umlaufbahn eine einfache geschlossene Kurve wie eine Ellipse ist. Dies verursacht Milankovich-Zyklen.

Die Erde kommt der Sonne jedes Jahr um den 3. Januar am nächsten. Am weitesten von der Sonne entfernt ist sie jedes Jahr um den 4. Juli. Die Differenz zwischen dem sonnennächsten Punkt der Erde im Januar und dem sonnenfernsten Punkt im Juli beträgt 3,1 Millionen Meilen (5 Millionen Kilometer). Anfang Januar ist die Erde etwa 91,4 Millionen Meilen (147,1 Millionen Kilometer) von der Sonne entfernt, im Gegensatz zu etwa 94,5 Millionen Meilen (152 Millionen Kilometer) Anfang Juli.

Wenn die Erde der Sonne am nächsten ist, ist auf der Nordhalbkugel Winter und auf der Südhalbkugel Sommer. So kann man sehen, dass die Entfernung der Erde von der Sonne keinen merklichen Wechsel der Jahreszeiten bewirkt; die relativ geringen Auswirkungen von Entfernungsunterschieden werden durch die hauptsächlich ozeanische Südhalbkugel gegenüber der halbkontinentalen Nordhalbkugel etwas überdeckt. Daher kommen und gehen die Jahreszeiten auf der Erde vor allem deshalb, weil sich die Erde nicht mit ihrer Achse genau senkrecht zur Ebene der Umlaufbahn unserer Welt um die Sonne dreht. Die axiale Neigung der Erde beträgt 23,5 Grad. Damit steht die Sonne im Dezember und Januar weiter südlich, so dass im Norden der Winter und im Süden der Sommer herrscht. Der Winter fällt also auf den Teil der Erde, auf den das Sonnenlicht am wenigsten direkt trifft. Der Sommer fällt auf den Teil des Globus, auf den das Sonnenlicht am direktesten trifft.

1. Planet im Aphel 2. Planet im Perihel 3. Sonne
1. Planet im Aphel 2. Planet im Perihel 3. Sonne


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