Pechblende ist ein radioaktives, uranreiches Mineral und Erz. Es hat eine chemische Zusammensetzung, die größtenteils aus UO2 besteht, aber auch UO3 und Oxide von Blei, Thorium und Seltenerdelementen enthält. Aufgrund seiner schwarzen Farbe und hohen Dichte ist es als Pechblende bekannt. Es wird auch allgemein als Uraninit bezeichnet. Das Mineral ist mindestens seit dem 15. Jahrhundert aus Silberbergwerken im Erzgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze bekannt. Die in Deutschland gefundene Pechblende wurde 1789 von M. Klaproth zur Entdeckung des Elements Uran verwendet.

Pechblende enthält eine kleine Menge Radium als radioaktives Zerfallsprodukt von Uran. Da die Uranisotope 238U und 235U unter Bildung der Bleiisotope 206Pb und 207Pb zerfallen, enthält Pechblende auch immer geringe Mengen Blei. Geringe Mengen Helium sind auch in Pechmischungen als Folge des Alpha-Zerfalls vorhanden. Helium wurde erstmals auf der Erde in Pechblende gefunden, nachdem es in der Sonnenatmosphäre entdeckt worden war.