Pleiotropismus ist ein zentraler Begriff in der Entwicklungsgenetik. Beim Pleiotropismus beeinflusst ein einzelnes Gen eine Reihe von phänotypischen Merkmalen in ein und demselben Organismus.

Diese pleiotropen Effekte scheinen oft in keinem Verhältnis zueinander zu stehen. Der übliche zugrundeliegende Mechanismus besteht darin, dass dasselbe Gen in mehreren verschiedenen Geweben aktiviert wird, wodurch scheinbar unterschiedliche Wirkungen entstehen. Daraus folgt, dass das Phänomen extrem häufig auftreten muss, da die meisten Gene in mehr als einem Gewebe Auswirkungen haben werden.

Der Begriff kann mit dem Pleiomorphismus kontrastiert werden, bei dem eine genetisch einheitliche Gruppe von Organismen variable Phänotypen aufweist.