Primatenstädte sind Städte in einem Land, die weit mehr Menschen und Einfluss haben als jede andere Stadt in diesem Land. Damit sie als Primatenstadt bezeichnet werden kann, muss sie mehr als doppelt so viele Menschen und doppelt so viel Einfluss (z.B. auf die Wirtschaft, Ressourcen, Bildung, Gesundheitsversorgung usw.) haben wie die zweitgrößte Stadt des Landes. Länder mit Primatstädten weisen in der Regel eine große Ungleichheit in ihrer Entwicklung auf, aber sowohl reichere Länder als auch ärmere Länder können Primatstädte haben.
Ein Beispiel für ein reiches Land mit einer Primatenstadt ist das Vereinigte Königreich, wo seine größte Stadt London mehr als achtmal so viele Menschen hat wie seine zweitgrößte Stadt Birmingham.
Bangkok ist die Stadt mit den meisten Primaten der Welt, da ihre Bevölkerung 50 Mal größer ist als die der zweitgrößten Stadt Thailands und 70% der Ressourcen des Landes nach Bangkok gehen.
New York City ist die größte Stadt und die größte Wirtschaft in den Vereinigten Staaten, aber sie ist keine Primatenstadt. New York City hat 21 Millionen Einwohner, und Los Angeles hat eine Bevölkerung von 16 Millionen.