Quedlinburg

Quedlinburg ist eine Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt, Deutschland. Ihre Fläche beträgt 78 km2 (30,1 Quadratmeilen). Im Jahr 2005 lebten dort 22.795 Menschen. Quedlinburg liegt 8 Kilometer nördlich des Harzes. Ein kleiner Fluss namens Bode fließt durch die Stadt. Im Jahr 1994 nahm die UNESCO die Altstadt Quedlinburgs in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Geschichte

Im Jahr 922 wurde der Name Quedlinburg zum ersten Mal in einem Papier von König Heinrich I. dem Vogelfänger Deutschlands erwähnt. In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts griffen die Ungarn mit ihren Pferden viele Orte in ganz Mitteleuropa an. König Heinrich errichtete eine Burg, um den Bauern in der Umgebung einen Ort zur Flucht zu geben. Im Jahr 936 starb der König und sein Leichnam wurde auf dem Burgberg in Quedlinburg beigesetzt. Seine Witwe Mathilde und sein Sohn König Otto I. richteten ein Frauenkloster ein. Zu den Aufgaben dieses Klosters gehörten das Gedenken an König Heinrich I. und die Erziehung junger Damen, damit sie bessere Chancen auf eine Heirat hatten. Dieses Kloster auf dem Hügel wurde 1803 aufgelöst. Erste Äbtissin des Frauenklosters war Mathilde, die Tochter von König Otto I. und Enkelin von Königin Mathilde. Im Tal nördlich dieses Hügels gründete König Otto III. im Jahr 994 die Altstadt. Er wurde von seiner Tante Äbtissin Mathilde darum gebeten.

Diese alte Stadt wurde von Händlern genutzt, um Textilien zu kaufen und zu verkaufen, so dass sie immer größer wurde. In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde von der Äbtissin des Frauenklosters eine neue Stadt geschaffen. Im Jahre 1330 wurden beide Städte vereinigt. Sie gewannen an Macht und 1477 versuchten sie, von der Äbtissin völlig unabhängig zu werden. Aber von den Brüdern der Äbtissin entsandte Militärtruppen besetzten beide Städte. Alle Bürger gerieten wieder unter die Kontrolle der Äbtissin. Im Jahre 1541 erreichte die protestantische Reformation das Kloster und die Stadt und alle wechselten ihren Glauben zur protestantischen Religion. Überraschenderweise wurde die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges nicht zerstört, weil die Äbtissin diplomatische Absprachen mit allen vorbeiziehenden militärischen Führern traf.

Geographie und Klima

Die Stadt liegt 8 Kilometer nördlich des Harzes auf einer Höhe von 123 Metern über dem Meeresspiegel. Die nahegelegenen Berge erreichen etwa 180 Meter über dem Meeresspiegel. Der größte Teil der Stadt liegt auf der Westseite des Bode-Ufers. Das Stadtgebiet umfasst etwa 78,15 Quadratkilometer.

Die Durchschnittstemperatur des Jahres beträgt 8,8 °C. Januar und Februar sind die kältesten Monate des Jahres mit einer Durchschnittstemperatur von 0,1 °C und 0,4 °C. Juli und August sind die heißesten Monate mit einer Durchschnittstemperatur von 17,8 °C (63 °F) und 17,2 °C. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 438 Millimeter. Die Niederschläge fallen in der Regel zwischen Mai und September. Die Niederschläge in Quedlinburg gehören zu den geringsten in Deutschland, der Jahresdurchschnitt liegt bei rund 800 Millimetern.

Partnerstädte

Quedlinburg unterhält Partnerschaften mit 5 Städten. Jeder der 5 Stadtbezirke hat auch seine Partnerstädte, manchmal auch Partnerstädte genannt.

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