Faultiere

Faultiere sind Xenarthran-Säugetiere aus Mittel- und Südamerika. Sie sind Teil der Ordnung Pilosa. Es gibt zwei Familien von Faultieren: Zweizehenfaultiere und Dreizehenfaultiere. Die meisten Wissenschaftler nennen diese beiden Familien die Folivora, während einige sie als Phyllophaga bezeichnen.

Die biogeografischen Ursprünge der Pilosa sind noch unklar, aber sie lassen sich in Südamerika bis ins frühe Tertiär, vor etwa 60 Millionen Jahren, zurückverfolgen. Die Anwesenheit dieser Tiere in Mittelamerika erklärt sich durch den Großen Amerikanischen Austausch.

Physikalische Beschreibung

Die meisten Faultiere sind etwa so groß wie ein kleiner Hund und haben kurze, flache Köpfe. Ihr Haar ist graubraun, aber manchmal sehen sie graugrün aus, weil sie sich so langsam bewegen, dass winzige Tarnalgen überall auf ihrem Fell wachsen. Sie haben hakenähnliche Krallen an ihren Armen und Beinen, um sie an Bäumen festzuhalten.

Leben

Faultiere sind nachts aktiv und schlafen zusammengerollt, den Kopf zwischen die Arme gelegt und die Füße eng aneinander gezogen, oder sie hängen mit Hilfe ihrer hakenähnlichen Krallen kopfüber. Dadurch werden sie als Teil eines Baumes getarnt, so dass ihre Feinde wie der Jaguar sie nicht sehen können. Faultiere klettern selten von den Bäumen herunter, und wenn sie auf dem Boden liegen, können sie nur unbeholfen kriechen. Bei einer Waldüberschwemmung sind sie jedoch sehr gute Schwimmer. Faultiere können bis zu 30 Jahre alt werden. Sie fressen meist nur Blätter und Blüten, deren Verdauung sehr lange dauert.

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