Paul Berg (geboren am 30. Juni 1926) ist ein amerikanischer Biochemiker (eine Person, die Chemie in lebenden Dingen studiert). Er erhielt 1980 zusammen mit Walter Gilbert und Frederick Sanger den Nobelpreisfür Chemie. Der Preis würdigte ihre Beiträge zur Grundlagenforschung über Nukleinsäuren.
Berg erhielt sein Grundstudium an der Penn State University, wo er sich auf Biochemie spezialisierte. Seinen Doktortitel in Biochemie erhielt er 1952 von der Case Western Reserve University.
Nach 1959 arbeitete Berg an der Stanford University, Palo Alto, Kalifornien. Dort lehrte er von 1959 bis 2000 Biochemie. Von 1985 bis 2000 war er Direktor des Beckman Center for Molecular and Genetic Medicine. Jetzt ist er emeritierter Professor an der Stanford University.
Zusätzlich zum Nobelpreis wurde Berg 1983 mit der National Medal of Science und 1986 mit der National Library of Medicine Medal ausgezeichnet.
Berg ist berühmt für seine bahnbrechenden Arbeiten mit rekombinanter DNA, dem Prozess des Einfügens von DNA aus einer anderen Spezies in ein Molekül, der zur Entwicklung der modernen Gentechnik führte. Nachdem er diese Technik entwickelt hatte, nutzte Berg sie für seine Studien des viralen Genoms.