Steven Chu (geboren am 28. Februar 1948) ist ein amerikanischer Physiker. Er war von 2009 bis 2013 der 12. Energieminister der Vereinigten Staaten. Chu ist bekannt für seine Forschung in den Bell Labs auf dem Gebiet der Kühlung und des Einfangens von Atomen mit Laserlicht, für die er 1997 zusammen mit seinen wissenschaftlichen Kollegen Claude Cohen-Tannoudji und William Daniel Phillips den Nobelpreis für Physik erhielt.

Chu ist der erste Nobelpreisträger und der zweite chinesische Amerikaner, der einen Posten im Kabinett der Vereinigten Staaten innehat. Bevor er Energieminister der Vereinigten Staaten wurde, war er Professor für Physik und Molekular- und Zellbiologie an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Er war auch Direktor des Lawrence Berkeley National Laboratory.

Bevor er in Berkeley lehrte, war er Professor für Physik an der Stanford University. Er hat sich für mehr Forschung auf dem Gebiet der alternativen Energien und der Kernenergie eingesetzt. Er ist der Meinung, dass die Welt sich von fossilen Brennstoffen abwenden sollte, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zum Beispiel diskutiert er eine globale "Glukose-Ökonomie". Dabei handelt es sich um eine Form der kohlenstoffarmen Wirtschaft, in der Glukose aus tropischen Pflanzen herumgeschickt wird, wie heute das Öl.