Sir Charles Lyell, 1. Baronet, (14. November 1797 - 22. Februar 1875) war ein britischer Geologe. Er war der bedeutendste Geologe seiner Zeit und hatte Einfluss auf den jungen Charles Darwin. Seine Arbeit wurde mit dem Ritterschlag belohnt, und später wurde er zum Erb-Baronett ernannt.
Sein Geburtshaus liegt in den schottischen Lowlands, im Tal der Highland Boundary Fault, einem der großen Merkmale der schottischen Geologie. Um das Haus herum befindet sich Ackerland, aber in kurzer Entfernung nordwestlich davon liegen die Grampian Mountains in den schottischen Highlands.
Charles hätte diese Ansicht von seinem Haus aus als Kind gesehen. Er hatte auch das Glück, dass der zweite Wohnsitz seiner Familie in einer ganz anderen Gegend lag: in der Bartley Lodge im New Forest, England. Beide Orte weckten sein Interesse an der Natur.
Lyell war ein reicher Mann und verdiente als Autor mehr Geld. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie und arbeitete in den 1820er Jahren kurzzeitig als Anwalt. In den 1830er Jahren war er Professor für Geologie am King's College in London. Ab 1830 verschafften ihm seine Bücher sowohl Einkommen als auch Ruhm.
Lyell's Principles of Geology war sein berühmtestes und wichtigstes Buch. Es wurde erstmals 1830-33 in drei Bänden veröffentlicht. Das Buch handelte von den Ideen von James Hutton, aber mit vielen Ergänzungen, Verbesserungen und Beispielen. Das Buch machte Lyell als einen wichtigen geologischen Theoretiker bekannt. Es war ein Werk der Synthese, das durch seine persönlichen Beobachtungen auf seinen Reisen untermauert wurde.
Das zentrale Argument in Principles war, dass die Gegenwart der Schlüssel zur Vergangenheit ist. Dies wurde von William Whewell als "Uniformitarismus" bezeichnet. Geologische Überreste aus der fernen Vergangenheit werden durch Prozesse erklärt, die wir heute in Gang setzen können. Lyells Interpretation des geologischen Wandels als die stetige Anhäufung kleinster Veränderungen über enorm lange Zeitspannen hatte großen Einfluss auf seinen jungen Freund Charles Darwin.

