Der innere Kern ist das Zentrum der Erde und der heißeste Teil des Planeten. Nach seismologischen Studien ist er hauptsächlich eine massive Kugel mit einem Radius von etwa 1.220 km (760 mi). Es wird angenommen, dass er hauptsächlich aus einer Eisen-Nickel-Legierung besteht und ungefähr die gleiche Temperatur wie die Sonnenoberfläche hat: etwa 5700 K (5400 °C).

Der innere Kern wurde 1929 von Inge Lehmann mit Hilfe der Seismologie entdeckt. Lehman untersuchte ein großes Erdbeben in Neuseeland. Ein Erdbeben erzeugt Schwingungen, die sich durch das Innere der Erde bewegen. Die Schwingungen, die Lehmann untersuchte, schienen sich über etwas Festes im Zentrum des Planeten zu bewegen. Sie nannte dies den inneren Kern. Sie schrieb viele Jahre lang darüber, aber es wurde erst 1970 bewiesen, dass es existiert.

Der innere Kern befindet sich mehr als 5.000 Kilometer unter der Erdoberfläche. Der Druck im inneren Kern der Erde beträgt etwa 3.500.000 Atmosphären. Eisen kann bei so hohen Temperaturen nur deshalb fest sein, weil seine Schmelztemperatur bei solchen Drücken dramatisch ansteigt.