Unter Wahlbetrug oder Wahlmanipulation versteht man jede Änderung oder Veränderung der Stimmenauszählung bei Wahlen. Wahlbetrug wirkt sich auf die Stimmenauszählung aus, um ein Wahlergebnis herbeizuführen. Dies kann durch die Erhöhung des Stimmenanteils eines Kandidaten oder die Herabsetzung der Stimmenauszählung eines anderen Kandidaten geschehen. Es kann auch eine Person sein, die mehr als eine Stimme abgibt, wenn nur eine Stimme erlaubt ist. Dies wird als Wahlurnenstopfen bezeichnet. Was Wahlbetrug gesetzlich definiert, ist von Land zu Land unterschiedlich.

Viele Arten des Wahlbetrugs sind in speziellen Wahlgesetzen verboten. Andere Arten verstoßen gegen allgemeine Gesetze, wie z.B. solche, die Übergriffe, Belästigung oder Verleumdung verbieten. Technisch gesehen umfasst der Begriff "Wahlbetrug" nur solche Handlungen, die illegal sind. Im Allgemeinen wird der Begriff manchmal verwendet, um Handlungen zu beschreiben, die zwar legal sind, aber als moralisch unannehmbar gelten, außerhalb des Geistes der Wahlgesetze liegen oder gegen die Grundsätze der Demokratie verstoßen.

Bei nationalen Wahlen kann ein erfolgreicher Wahlbetrug die Wirkung eines Staatsstreichs oder einer Korruption der Demokratie haben. Bei einer knappen Wahl kann ein kleiner Betrag an Wahlbetrug ausreichen, um das Ergebnis zu verändern. Selbst wenn das Ergebnis nicht beeinflusst wird, kann Betrug dennoch eine schädliche Wirkung haben, wenn er nicht bestraft wird. Er kann zum Beispiel das Vertrauen der Wähler in die Demokratie verringern. Selbst die Wahrnehmung von Betrug kann schädlich sein. Betrügerische Wahlen können zum Zusammenbruch der Demokratie und zur Errichtung oder Ratifizierung einer Diktatur führen.

Der Wahlbetrug beschränkt sich nicht nur auf Wahlen für öffentliche Ämter. Wahlen für die Direktoren eines Unternehmens, Gewerkschaftsfunktionäre, Studentenräte usw. sind ähnlichen Betrugsfällen ausgesetzt, ebenso wie die Sportbeurteilung und die Vergabe von Verdiensten an Kunstwerke und Literatur.